Platte der Woche

Coverbild: 
KW 18 | 29.04. bis 05.05.2013

Mood Matters

Artist: 
Dusty
Erschienen: 
28.04.2013
Label: 
Jazz&Milk Recordings / Kudos Records

Mood Matters – das umschreibt ein entscheidendes Attribut in Dusty’s musikalischer Welt. Eine Welt, die er stets mit offenen Augen und Ohren, sowie einem unstillbaren Appetit für musikalische Zusammenklänge zwischen Tradition und Moderne durchstreift. Einige Jahre nach seinem erfolgreichen Debütalbum „Keep It Raw“ veröffentlicht der Jazz&Milk-Labelgründer Dusty nun sein zweites Werk, das durch eine herausragende musikalische Vielfalt überzeugt. „Mood Matters“ beweist einmal mehr, dass ein Album nicht nur ein bis zwei, sondern eine Vielzahl musikalischer Stilrichtungen umfassen kann. Dusty ist dabei stets auf der Suche nach einem natürlichen Gleichgewicht aus akustischen und elektronischen Klängen, traditioneller Musik und modernem Club-Sound. Von Jazz, Funk, Soul, Afrobeat, Latin bis zu perkussiven Beats oder Deep House Rhythmen bringt er all seine musikalischen Vorlieben harmonisch in Einklang .

Das Album präsentiert nicht nur einige der talentiertesten Musiker der Münchner Musikszene, wie die der Bad Jazz Troupe, Jo Junghanss, oder Beni Brachtel aka Bartellow, sondern überzeugt ebenso durch die kongeniale Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern. Von der souligen Stimme von Carla Vallet (Frankreich), den mitreißenden Gitarren-Rhythmen von Kokolo’s Bandleader Ray Lugo (NYC), oder des Flamenco Gitarristen El Pirata (Granada), den satten Produktionen von Sam Irl (Wien), der hypnotischen Perkussion von César Granados (Panamà City) bis zu den brillanten Bläsersätzen von Todd Simon aus Los Angeles – dieses Album umfaßt eine Fülle musikalischen Talents und reflektiert den unendlichen musikalischen Horizont von Dusty.

Nachdem seine frühen Produktionen meist noch auf vielen Samples basierten, legt Dusty seit vielen Jahren großen Wert darauf, seinen eigenen charakteristischen Sound zu finden,. So schuf er in "Mood Matters" einen Sound zwischen nostalgischer Sampling-Ästehtik und modernen Klängen, den er durch eineKombination aus dem Charme alter Studiogeräte, einer Menge talentierter Musiker und den Vorteilen moderner Produktionsmethoden kreierte. Diese Fusion wird auf brillante Weise auf dem Titeltrack demonstriert, auf dem ein mitreißender House-Beat auf live gespielte Jazz Klänge trifft. Auch Tracks wie "Danse Macabre", "It’s Time", "Reascend" oder "Lost in Andalusia" vereinen traditionelle Elemente mit elektronischen Produktionen, Synthesizer Sounds oder tiefen Basslines. Neben einer Menge tanzbarer Tracks finden sich jedoch auch ruhige Tracks auf dem Album, wie das melodische "All There Is" mit der Sängerin Carla Vallet oder "Southern Spirits", das mit exotischer Flamenco-Gitarre und sanften Streicher- Arrangements verzaubert.

Jazz&Milk und der gleichnamige Clubabend existieren seit nunmehr sieben Jahren und repräsentieren seither eine wichtige Konstante in der Münchener Clubkultur, mit internationalen Gästen wie Mr. Scruff, Quantic, Sofrito Soundsystem, Lefto, Simbad und vielen anderen. Bei den regelmäßigen Zusammentreffen mit internationalen Produzenten und DJ’s, bei Live Auftritten mit der Bad Jazz Troupe oder bei seinen DJ Gigs, sammelt Dusty kontinuierlich musikalische Erfahrungen, die er in seine Produktionen einfließen läßt und ihm halfen, seinen eigenen, unverkennbaren Sound zu kreieren. Als passionierter DJ bereist er kontinuierlich den Globus, denn sein Talent hinter den Plattenspielern wird schon lange nicht mehr ausschließlich innerhalb der eigenen Landesgrenzen wahrgenommen und wertgeschätzt. Das brachte ihm Gigs in Städten wie New York, London, Madrid, Kopenhagen, Saigon, Manila oder Singapur ein. Dusty erfüllt keinerlei musikalische Klischees, sondern sucht unaufhörlich nach einem anspruchvollen aber dennoch sehr tanzbarem Sound, verbindet Musikstile verschiedenster Epochen und bringt einen musikalischen und organischen Charme zurück in die Clubs.

Für das Musikvideo des Tracks „Mood Matters“ investierte Dusty einige Monate handgemachter Arbeit, um eine detailgetreue Studioumgebung aus Papier nachzubauen, in der eine lebensgroße Milchtüte auf humorvolle Weise Beats programmiert, Instrumente spielt und zu den jazzigen House-Klängen des Titeltracks tanzt. Drum- und Tape-Maschinen aus Papier wurden durch aufwendige Stop-Motion Sequenzen zum Leben erweckt und sind ebenso auf dem Cover Artwork des Albums wiederzufinden.

Wer bereits mit dem eklektischen Jazz&Milk Kosmos vertraut ist, der sich über eine Vielzahl von Releases und Künstlern wie Ray Lugo, Sam Irl, Fredericks Brown, The Jivers oder Mr. Chop erstreckt, wird viele dieser verschiedenen musikalischen Facetten in diesem Album wiederfinden – zusammengehalten von der verbindenden Kraft in Dusty’s Musik: jeder Menge Rhythmus!

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