
Sycamore Age
Kein Wunder, dass Sycamore Age sich nach einem Platanengewächs benannt haben. Sie sind tief verwurzelt in ihrer Liebe zur Musik; die Stile, derer sie sich bedienen, ragen wie Äste in unterschiedliche Richtungen und ihre kreative Unermüdlichkeit sprießt wie Blätter im Frühjahr. Die Musiker Stefani Santoni (Produzent), Francesco Chimenti (Gesang) und Davide Andreoni (E-Bass/Gitarre) gründeten – durch einen Zufall bedingt - ihr Projekt 2010, um ihre musikalischen Visionen umzusetzen. Diese reichen von 70er Progressive Rock über Folk, Krautrock und zeitgemäße Elektronik hin zu Experimentalmusik und einem Faible für verwunschene Melodien.
Die italienische Presse schrieb über den eigenwilligen Stil ihrer Landsleute, dass selbst die erfahrensten Kritiker Probleme haben dürften, diese Musik zu kategorisieren. Eindeutig dagegen ist, dass Sycamore Age mit ihrem kosmischen Psych-Rock-Sound innerhalb kürzester Zeit zur enthusiastisch umjubelten Ausnahme-Band Italiens geworden sind.
Schon während der Arbeit an ihrem Debüt, luden Santoni, Chimenti und Andreoni Musiker ins Studio ein und diejenigen, die perfekt zur Stimmung des Projekts passten, blieben und wurden unmittelbar Teil der Band. Erweitert um Giovanni Ferretti, Samuel Angus McGehee, Nicola Mondani und Franco Pratesi überzeugt das Septett auch live mit ihren außergewöhnlichen Perfomances.
In einer kaleidoskopischen Melange loten Sycamore Age ihre musikalischen Möglichkeiten aus und schenken uns ein Stück Musik, dass Nostalgie und Magie verführerisch mit Innovation und Meisterschaft verbinden. Jedes Mitglied der Band ist Multi-Instrumentalist: Im Studio und auf der Bühne tummeln sich deshalb neben Klassikern wie Gitarre, Keyboard und Bass, auch Streicher, Bläser und gar eine Bouzouki. Selbst eine elektronische Zahnbürste soll schon zum Einsatz gekommen sein. Dazu ergänzen Sycamore Age ihren Sound mit Schlaginstrumenten jeglicher Art und E-Gitarren, die Szenerien wie weit verschneite Landschaften herauf beschwören. Dieser Stil hat seine Wurzeln eindeutig in den 70er Jahren, den Blick aber klar in Richtung Zukunft geworfen.
Man kann Referenzen zu The Flaming Lips, Tim Buckley oder Animal Collective ziehen. Man kann es aber auch lassen, und sich von der Individualität der sieben Italiener überzeugen lassen. Die Band selber nennt unter anderem Sufjan Stevens und die Einstürzende Neubauten als Einflüsse.
Über ihren Anspruch an ihre Musik sagt Produzent Stefano Santoni:
„Wir glauben, dass Kunst mehr sein kann als ein bequemes Sofa. Mehr wie der Sitz einer Propellermaschine, die dich an unerwartete Orte bringt. Orte, an denen du alles finden kannst: Paradies oder Hölle. Gehst du das Risiko ein?“





























