Ein neues Jahrzehnt ist angebrochen und schon taucht die erste Band auf, die das Format und vor allem die Songs hat, dieser Dekade dauerhaft frische Impulse zu verleihen. Two Door Cinema Club, drei nordirische Twens aus dem Küstenstädtchen Bangor, werden in dieser Saison zu den tonangebenden jungen Bands gehören. Allein von den Vorschusslorbeeren ihres Debütalbums “Tourist History“ könnte sich das Trio ein Gewächshaus begrünen. Es ist aber auch ein Kraftpaket von einem Album, eine geballte Songladung voller Pop-Appeal, flirrenden Gitarrenmelodien und hitzigen Electrobeats. Man spürt es geradezu körperlich, wie besessen und begeistert Sänger Alex Trimble, Bassist Kevin Baird und Klampfer Sam Halliday hier zu Werke gehen, wie sie von ihren eigenen Drei-Minuten-Euphorie-Attacken mitgerissen werden und uns in ihren erfinderisch sprudelnden Sog der guten Laune hineinziehen. Das Album ist ein schwitziges Tanzspektakel, welches sich mit ungestümen Pirouetten in die Welt des Indie-Pop eingliedert und bereits nach etwa 33 Minuten ein Ende findet. Was dem ganzen keinen Abbruch tut, denn wie sagt man so schön: „kurz und schmerzlos“, wobei „kurz, aber aufgedreht auf ganzer Linie“ wohl angebrachter wäre.
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