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Savages y Suefo

Weltmusik offiziell, Worldstyle - so bezeichnen Savages Y Suefo ihr neues Album “Remixes y Reworks” selbst, dass frisch, vor zwei Wochen, veröffentlicht wurde. Worldstyle - ein Melting Pot, in dem sich Genres wie Funk, Downtempo, Breaks, Jazz, Hip Hop, Dub, Electro-Swing, Folk und viele mehr finden. Die zwei Budapester DJs haben in ihrer nationalen und internationalen Sammlung das beste herausgepickt und herausgekommen ist unsere Platte der Woche “Remixes y Reworks”.

Auf ihrem DebĂŒtalbum “Worldstyle” haben Savages Y Suefo bereits unter Beweis gestellt, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Sie arbeiteten mit verschiedensten KĂŒnstlern rund um den Globus. Schon 2013 war der neuartige Mix aus verschiedenen, internationalen Genres großartig, auf “Remixes y Reworks” verstĂ€rkt sich das nocheinmal. Savages Y Suefo haben in ihrer Favoritenkiste gekramt, die 15 besten, inspirierendsten Tracks rausgesucht und im eigenen Gewand nun zusammen veröffentlicht. Und genau weil “Remixes y Reworks” von KĂŒnstlern aus Ungarn, ganz Europa, Afrika und Amerika getragen wird, ist es in seiner vielschichtigkeit einzigartig und zeigt wie Weltmusik aussehen, oder klingen, sollte.

Da ist entspannter Lounge-Jazz zu finden - Sommerlicher Raegga und Ska Beats wechseln sich ab. Lockerer Hip-Hop trifft auf die Kubanischen 40er und 50er. Auf einmal kommt dann moderner Elektro-Swing und Jazz dazu - im nĂ€chsten Track sind wir dann wieder im Afrikanschen Folk. Also: Weltmusik eben? Das was immer aus den verschiedenen Ecken der großen weiten Welt kommt und das was immer ganz gut ist? Ja, Weltmusik, aber eben nicht diese bestimmte Art von Weltmusik, bei der jeder zweite Song gleich klingt. Die eben ganz gut ist, weil sie anders ist als der große Alternative-Mainstream - die eine halbe Stunde Spaß macht - und dann wird doch wieder was anderes gehört.

“Remixes y Reworks” ist die Art von Weltmusik, oder Worldstyle, die uns in gedankliche Kurzurlaube zaubern kann - und damit meinen wir nicht die Erinnerung an die letzte Rum-Werbung. Wir meinen damit die Vorstellung von rauchigen Jazzbars in Johannesburg, aber auch einer Ungarischen Underground-Szene, in der die Menschen, zum Beispiel, zum jazzy-souligem 50er und 60er Sound von “the Qualitons” die NĂ€chte durchmachen - auflegelegt wird natĂŒrlich von “Savages y Suefo”.

Die beiden Ungarer sind fest in der Budapester Clubzene verankert. Suefo ist ein Uhrgestein in den Clubs der Hauptstadt, die ĂŒbrigens auch an der Donau liegt. Schon seit 1997 legt er regelmĂ€ĂŸig auf und ist Vinyl begeisterter. Seit dem er vor 10 Jahren seinen Job im Plattenladen schmiss, legt er jetzt vollzeit auf und macht selbst Musik.
Suefo spielte schon in seiner Jugend in einer Punkband, damals jedoch nicht fĂŒr die Öffentlichkeit - nur zum Spaß, der Musikleidenschaft wegen. Kurz vor der GrĂŒndung von Savages y Suefo (das y bedeutet in den Slawischen Sprachen und) fing dann auch er mit dem auflegen an. Heute haben die beiden schon ein eigenes Album, und mit Remixes y Reworks jetzt auch eine eigene Remix-Scheibe.

Auf der finden sich die 15 Favoriten aus der Sammlung der beiden. Von Ungarischen NationalspezialitĂ€ten wie (nein, nicht Gulasch), “the Qualitons”,”Kerekes Band”, schon bekannten KĂŒnstler wie “Marcel” oder “Anima Sound System”,die schon seit den 90er zu den Schwergewichten der nationalen Underground-Musik Szene gehören. Und auch “Kerekes Band” sind schon international bekannt. 2014 gewannen sie den “Best World Music Album of Hungary” und auf “Remixes y Reworks” sind sie mit einem Remix ihres Hits "Waiting For The Sunshine", mit dem Jazz SĂ€nger FĂĄbiĂĄn Juli, vertreten.

Die grĂ¶ĂŸte StĂ€rke an unserer Platte der Woche, ist definitiv ihre vielschichtichkeit. Kein Track klingt wie der andere - 15 Bands und KĂŒnstler - 15 verschiedene Tracks, aber dennoch stimmig. Und “Remixes y Reworks” hat trotzdem den Sound eines vollwertiges Albums.
Als wir die fĂŒnf Lieder fĂŒr die fĂŒnf Soundchecks herraussuchen mussten, war das eine ziemlich harte Arbeit. Als Sammlung von sehr guten Liedern, hat es uns “Remix y Reworks” nĂ€mlich ziemlich Schwer gemacht. Und dennoch: Ein paar besondere Highlights gab es aber dennoch. Zum Beispiel, wenn die bezaubernde SĂ€ngerin Mediha Rustempasic unsere Platte der Woche “Remixes y Reworks” mit dem eigentlich deutsche Song “Skin Against my Skin” von re:jazz, abschließt - dann muss sie einfach diesen Freitag unsere Soundchecks, und eure Woche abschließen. FĂŒr den Rest der Remix-Scheibe sagen wir nur eins: Lasst euch ĂŒberraschen!

Schaltet ein! Ein wilder, ungarischer und bunt gemischter TontrÀger. Weltmusik, oder Worldstyle, vom feinsten - Montag bis Freitag um 14.15 Uhr oder am Sonntag von 18-19 Uhr auf Radio free FM 102,6 MHz.

Tracklisting:

01. Mr. Bird - Cenora Com Noz (Savages Y Suefo Remix)
02. The Qualitons - Margit (Savages y Suefo Remix)
03. Kerekes Band - Waiting For The Sunshine feat. Fábián Juli (Funkshine Remix By Savages Y Suefo)
04. Anima Sound System - Wonder (Savages Y Suefo's Dixie Fix) 05. Kid Loco - The Night I Had A Smoke With C.B. (Savages Y Suefo Flashback)
06. Smokey Bandits - The Rooster (Kindakumbia Remix By Savages y Suefo)
07. Dunkelbunt - Kebab Konnektion (Paprika Flavoured Edit By Savages Y Suefo)
08. Mo Fire - Baile Do Mau Mau (Savages y Suefo Shuffle)
09. WDR Big Band & Karim Siad - Ait Oumrar (Savages Y Suefo Remix)
10. Watcha Clan - El Quinto Regimiento (Savages y Suefo Remix) 11. Ez a divat - Taste Me Waste Me (Savages Y Suefo Remix)
12. Marcel - Make It Alone feat. Desmond Foster (Savages Y Suefo Remix)
13. Gabriele Poso - Invocation 003 (Savages Y Suefo Remix)
14. Danilo Venturi - Toi Et Moi (Lowe Remix by Savages y Suefo)
15. re:jazz - Skin Against Skin (Against Savages y Suefo)

Remixes y Reworks (kw35 24.08 bis 30.08.2015)
Agogo Records
14.08.2015

 

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