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Cineasta - Tokyo Godfathers OmU (19.12-22.12.2010)

Als drei Obdachlose auf den Stra├čen Tokyos am Weihnachtsabend ein Baby im M├╝ll finden, ver├Ąndert sich ihr Leben f├╝r immer. W├Ąhrend das neue Jahr n├Ąher r├╝ckt, tun sich diese drei von der Gesellschaft vergessenen Au├čenseiter zusammen, das R├Ątsel des ausgesetzten M├Ądchens zu l├Âsen und das Schicksal seiner Eltern zu ergr├╝nden. Auf ihrem langen Weg werden sie durch scheinbar zuf├Ąllige Ereignisse und Begegnungen gezwungen, sich mit ihrer eigenen schmerzlichen Vergangenheit auseinanderzusetzen, und lernen dabei, ihrer gemeinsamen Zukunft ins Auge zu sehen. "Tokyo Godfathers" ist eine eigent├╝mliche, humorvoll-nachdenkliche Mixtur aus Road-Movie, Gesellschaftssatire und Familiendrama. Nach einer freien Interpretation des Western "3 Godfathers" von John Ford realisierte Satoshi Kon (Regie, Drehbuch und Charakterdesign) mit seinem ihm eigenen Trickfilmstil eine gleichermassen unterhaltsame und r├╝hrende Weihnachtsgeschichte um drei ├Ąusserst skurrile Charaktere. Was den Film auszeichnet, ist die Tatsache, dass er es ├╝ber weite Strecken hervorragend versteht, den ├Ąusserst dramatischen Ereignissen immer wieder komische Situationen gegen├╝berzustellen, die einen immer wieder schmunzeln lassen. Schmunzeln ├╝ber die tuckige, aber liebensw├╝rdige Hana, den brummeligen, aber in Wirklichkeit ├Ąusserst sensiblen Gin mit seinen Schimpftiraden und die verunsicherte Miyuki. Alle drei Figuren sind mit viel Tiefgang angelegt, alle haben ihre ganz pers├Ânliche Leidensgeschichte und sich dennoch viel Herzensw├Ąrme bewahrt, die unter vielen Schichten Dreck und dicken Winterkleidern nur darauf wartet, vom Zuschauer freigelegt zu werden. Das sch├Âne daran ist, dass die Figuren glaubhaft sind, ohne Pathos zu verstr├Âmen, lustig und liebenswert, ohne albern zu sein.

http://cine.asta.uni-ulm.de/index.php?page=film.phtml&name=WS1011%2Ftokyo.txt&detail=1


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