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Nathan der Weise

Location:
15.02.2017 - 20:00

In Nathan der Weise werden die drei Religionen Christentum, Islam und Judentum unter die Lupe genommen und sollen miteinander konkurrierend um den Posten der wichtigsten Religion k├Ąmpfen. ÔÇĘ

Christliche Ritter schlagen im Namen ihrer Kirche Moslems den Kopf ab. Die Moslems wehren sich und schlagen ihrerseits den Christen die K├Âpfe ab. Und die Juden werden von Moslems und Christen verfolgt und ermordet. Was tun? Lessing gibt uns mit seinem dramatischen Gedicht "Nathan der Weise" einen Hinweis: Wir ben├Âtigen interkulturellen Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum, basierend auf Vernunft und Humanit├Ąt. Heute, in einer Zeit fortschreitender fundamentalistischer Konflikte, wie ├╝brigens auch zu Lessings Zeiten, n├Âtiger denn je.

Dieser Konflikt wird anhand des Tempelherrn am besten verdeutlicht: Er, als gestrandeter christlicher Tempelritter dem Tode entronnen, rettet eine eigentlich verhasste J├╝din aus ihrem brennenden Haus, verliebt sich sp├Ąter in sie, will sie heiraten, bekommt von ihrem Vater, dem Juden, nicht sofort die Erlaubnis zur Verm├Ąhlung, verr├Ąt danach diesen Juden bei seinem christlichen Vorgesetzten, um am Ende gel├Ąutert dazustehen und sich zu entschuldigen. Seine Dynamik gleicht einem pubertierenden Menschen, seine Richtungslosigkeit, sein aufbrausendes Wesen und sein fast ausschlie├člich emotionsgef├╝hrtes Handeln, gleicht durchaus dem der heutigen Jugend. Er ist die Figur, die uns veranlasste die Inszenierung zu wagen. Er kann es schaffen, den eigentlichen Inhalt des St├╝cks nachvollziehbar zu machen. Die beiden v├Ąterlichen Figuren Nathan, der stellvertretend f├╝r den christlich-j├╝dischen Glauben steht, und Saladin, als f├╝hrender ÔÇĘMuslim, treffen sich auf der Ebene der weisen R├Ąte, sind Vaterfiguren, die beide weise und ├╝berlegt handeln ÔÇô ohne sich von den Worten der Schw├Ątzer und Beratenden beeinflussen zu lassen.

Die Inszenierung setzt klar auf die Aktualit├Ąt des Themas und auf die k├Ârperliche Ausdrucksweise der Schauspieler. Sie l├Ąsst alles Unwichtige von der B├╝hne verschwinden und versucht die Jugendlichen von heute, die das Medium Theater oft nicht mehr als ihr vordergr├╝ndiges Medium betrachten, packend und emotional so zu ber├╝hren, dass die Kernfrage: ÔÇ×Sind wir unser Volk? Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, als Mensch?ÔÇť, f├╝r sich annehmen, und neu ├╝ber den aktuellen Religionskonflikt reflektieren.ÔÇĘÔÇĘ

N├Ąchste Termine:

Mi., 15.02.2017 - 20:00 Uhr
Do., 16.02.2017 - 10:30 Uhr

 

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