Nicht nur, dass Pauline Paris den Namen der französischen Hauptstadt trägt, die junge Singer-Songwriterin verkörpert diese auch perfekt! Charmant, hier und da ein bisschen frech, dann wiederum zärtlich und poetisch: So klingt auch ihr Album Le Grand Jeu. Vor allem „Corrida“ ist ein echter Ohrwurm, hier erzählt Pauline mit hintersinnigem Humor vom Kommen und Gehen der großen Liebe... Dabei ist „Corrida“, das wir schon auf Folge 5 der beliebten LeTour-Serie vorstellen durften, beileibe nicht der einzige potenzielle Hit des Albums. „Paris“ ist übrigens kein Künstlername, sondern der echte Nachname von Pauline, die vor 25 Jahren auch dortselbst geboren wurde. Mit 14 Jahren greift sie zur Gitarre und erhält kurz darauf ihre ersten Standing Ovations bei einem Schulkonzert für ein selbstvertontes Gedicht von Verlaine. Seit 10 Jahren steht sie fast ununterbrochen auf der Bühne und anlässlich der
Veröffentlichung von Le Grand Jeu ist sie innerhalb von zwei Monaten 20 mal in Pariser Bistrots aufgetreten, mindestens ein Konzert in jedem Arrondissement!
Diese kammermusikalisch inszeniserte und gleichwohl fulminante Album wurde mit denselben Musikern eingespielt, die Pauline Paris auch auf der Bühne begleiten: Rafaël Leroy am elektrischen Bass und Kontrabass, Hector Gomez an Schlagzeug und Percussions. Le Grand Jeu besticht zunächst durch einen soliden Swing, der zuweilen mit Gypsy- und FolkAnklängen durchsetzt ist. Man möchte gleich mit den Fingern schnippen, während sich vor dem inneren Auge das Bild einer selbstbewußt und forsch auftretenden, zugleich aber zutiefst poetischen jungen Frau aufbaut.
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