Wenn man Jamaika hört denkt man an Reggae, Palmen, Longdrinks und natürlich viel Ganja. Und wenn sich eine Band den Namen der Sonneninsel gibt müsste der Sound doch auch so klingen ... oder? Im Falle der Band „Jamaica“, hinter der sich die beiden Franzosen Antoine Hilaire und Florent Lyonnet verbergen tönt das dann aber doch ganz anders. Verzerrte Gitarren-Riffs, Feedback-Wände und die Effektpalette der 80er Heavy-Bands unterstützen den Club-Sound auf interessante und ironische Weise und ebnen den Weg auf die Rock-Festivals. Überraschend wenn man bedenkt das die Platte von Xavier de Rosnay von Justice und Peter J. Franco, der auch mit Daft Punk arbeitet, produziert wurde. Überraschend ist allerdings, dass trotz der beiden normalerweise recht stark elektronisch klingenden Produzenten weder Computer noch Synthesizer benutzt werden. Stattdessen hören wir immer wieder solch typischen Gitarrenakkorde, die auch bei Bands wie Phoenix so begeistern.
Dazu gesellen sich Akustik-Gitarren, trockene Bassläufe, Rock-Riffs, übertrieben komprimierte Drums und eben klassische Gitarrensoli.
Bezeichned auch: selbst der längste Song des Albums ist nach 3:35 durch.
Jamaica sind somit gewissermaßen die Schnittstelle zwischen AC/CD und Phoenix.
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