Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

MKG

#47 Wieviel Arbeit ist gesund?

Entweder du arbeitest dich kaputt, oder du langweilst dich zu Tode. Entweder du sitzt nur deine Zeit ab oder du vergisst vor lauter Ehrgeiz die Zeit und Überstunden sind für dich goldene Stunden. Egal wie es bei dir ist, es wird sich immer auch auf dein Wohlbefinden und deine Lebensqualität auswirken. 

Zu viel Arbeit soll ja nicht so gesund sein. Aber was ist, wenn Arbeit sich für dich nicht wie Arbeit anfühlt? Ab wann ist Arbeit also zu viel und wie viel ist zu viel? Und gibt es auch zu wenig Arbeit? Welchen Zweck soll die Arbeit denn noch erfüllen außer Lebensunterhalt und für einige glückliche auch Lebensinhalt?

Diese Woche gehts um die fragliche beste Menge an Arbeit am Freitag ab 17 Uhr wie immer auf der 102,6 MHz. Jule und Elli sind für euch am Mikro.

#arbeit #mkundg #podcast

#46 Gutes Spielzeug. Schlechtes Spielzeug.

Das Kind bettelt die Eltern an. Diese neue Puppe muss es werden. Die, die unter Wasser die Haarfarbe wechselt. Die hat das Kind in der Werbepause zwischen den "Kickern" und "Mila Superstar" gesehen. Die müsste es sein und die würde dann auch viel besser behandelt als die alte Puppe, die tätowiert, kahl geschoren und mit nur einem Arm hinterm Schrank lag. Welches Spielzeug man wirklich lange hatte und mochte, das konnte man als Kind manchmal nicht so gut einschätzen oder musste es zumindest noch lernen. Aber dafür wissen wir es heute ja viel besser, oder? Heute wissen wir, was gut ist und wünschen es uns manchmal zurück: Das Gameboy vielleicht oder den coolen Hüpfball. Aber keiner von uns vermisst das Tamagotchi oder die Plastikfigur, die man beim Pommesbrutzler des Vertrauens zum Kinder-Menü dazubekommen hatte - und das natürlich erst, nachdem man die Eltern so lange deshalb bekniet hatte. Es gab viele Tränen deshalb.

Wir - Jule und Elli - werfen am Freitag ab 17 Uhr ein paar Lebensjahre ab und werden wieder Kids -  aber Kids mit ordentlich Spiel-Erfahrung. Und wir sagen euch dann, was gutes Spielzeug ausmacht und was gar nichts taugt, sollten wir in der Diskussion zu eindeutigen Ergebnissen kommen. Die Expertinnen hört ihr dann auf der 102,6 MHz. ;-)

#45 Statussymbol – "teuer" Weil wir es uns wert sind?

Wann ist etwas zu teuer und wann einfach nur ein fairer Preis, mit dem Leute und Materialien fair bezahlt werden? Und sind das die einzigen Gründe, die dazu führen, dass wir nicht spottbillig einkaufen? Oder geht es auch darum, dass ich nicht aussehe, als hätte ich meine Kleidung von Aldi. Und wenn ich einfach nur aussehen will, als würde ich nicht bei Aldi einkaufen, setze ich dann komplett falsche Prioritäten? Der eine kauft einen Seifenspender für 50 Euro, sieht sich die Materialien und die Verarbeitung an und hält das für einen fairen guten Preis. Die Andere hat für einen Cappuccino noch nie mehr als 2 Euro ausgegeben weil Sie es nicht zahlen kann und hält den Seifenspender-Käufer für einen verwöhnten Snob. Hängt es also auch ein bisschen von der Position ab, von der man auf etwas schaut? 

Am Freitag geht's bei uns ums Geld und zwar eher um mehr Geld als um weniger. Warum kaufen Menschen teuer ein und was heißt "teuer" überhaupt? Und was ist "zu teuer"?

Freitag ab 18 Uhr wieder auf Radio free FM.

#mkundg #podcast #geld #teuer #teuro #euro

#44 Ist Theater noch en vogue?

Wann hat dir zuletzt jemand den gemeinsamen Kinobesuch abgesagt, weil er*sie an dem Abend lieber ins Theater wollte?

Das war eine rhetorische Frage. Wir können davon ausgehen, den meisten von euch ist das noch nie passiert...

Oder glaubt ihr, das ist ganz großer Quatsch: Denkt ihr, Theater ist immer noch das große unmittelbare Erlebnis, DAS Gesprächsthema unter den Kulturinteressierten und einfach nicht wegzudenken aus der Kulturbranche. Tja, mit dem Begriff „ Kulturbranche“ haben wir es ja gut eingegrenzt. Wer in dieser Gesellschaft, der sich morgens für eine Butterbrezel beim Bäcker anstellt, zählt sich selbst denn zur „Kulturbranche“? Die sogenannte Hochkultur, in dem das Theater Jahrhunderte seine Erfolge feierte, scheint heute eher antiquiert, in die Jahre gekommen, nicht mehr zeitgemäß. Aber ist das wirklich so? Und wenn ja, woran liegts? Und welche modernen dem Publikum zugewandten Themen und Schwerpunkte setzt das Theater heute noch?

 

Jule und Elli sind diese Woche unterwegs in den Theatern dieser Republik und stellen für euch die zeitgemäßen Fragen an das Theater von heute.

#43 Avantgardistische Musik: Quälerei oder Innovationsquelle?

"Wenn's keinen Refrain hat, ist es keine Musik!" Das wäre so ein Urteil, dass so manchen Musikliebhaber*innen auf der Zunge liegt. Wenn der Gesang aus den Boxen zu weit weg ist von dem, was Mark Forster, die BeeGees und ABBA vorgegeben haben, ist es gleich Gejaule, das für keinen Menschen mit gutem Geschmack hörbar ist. Enttäuscht dich das auch so? Oder gehörst du auch zu denen, die Ausflüge in die experimentelle Klangkunst und Musik grundsätzlich unhörbar finden?
Wonach bewerten wir moderne Musik eigentlich? Und was führt zu den tiefen Gräben zwischen der Pianistin und dem Konservendosen-Trommler? Am Freitag ab 17 Uhr gibt's richtig Krach auf Radio free FM, ob im Gespräch zwischen Jule und Elli oder in den musikalischen Beiträgen, das wird sich dann herausstellen. ;-) 
#podcast #mkundg #neuemusik

#41 Da is zusammnjewachsen wat zusammn jehört.

Westdeutsche Menschen seien etwas geltungssüchtig, Ostdeutsche leicht beeinflussbar. Das sind nur Beispiele für Vorurteile, die sich Ost und West gegenseitig vorwerfen. Ein weiteres beliebtes Thema: Der Soli. Dieser lasse den Osten in neuem Glanz erstrahlen und der Westen fühlt sich abgezockt. Es gibt immer noch Menschen in Deutschland, die in ihrem Leben den jeweils anderen Teil von Deutschland nie betreten haben. Dabei sollte doch längst zusammengewachsen sein was zusammen gehört. 
Die Teilung Deutschlands bleibt auch Jahrzehnte nach der Einheit ein Thema. Jule und Elli, beide im Osten Deutschlands geboren, treffen sich im Westdeutschen Ulm im Studio von Radio free FM und besprechen was noch immer zwischen Ost und West steht.

#OstWest #podcast #mkundg

#39 Können wir noch Emotionen?

Der Stress auf der Arbeit wird an einem Tag einfach zu viel und du kannst einfach nicht mehr. Du schluckst die Tränen runter und sagst mit zitternder Stimme und etwas hysterisch: "Ich schaffe das heute nicht mehr!"
Der Kollege hätte es anders gesagt, ruhiger. Vielleicht hätte er es nicht als eigene Schwäche ausgelegt. Sonst stehst du immer über dem Stress, machst einfach routiniert dein Ding. Aber an einem Tag, an dem man morgens beim Bäcker vom Bäckereifachverkäufer schon angemotzt wird, weil man kein Kleingeld hat und sowieso alles auf einmal kommt, an so einem Tag bist du mal nicht stark. Und du fragst dich warum dich alle anschauen, als hätten Sie noch nie Tränen gesehen. So eine emotionale Inkompetenz nervt. 
Können wir noch mit Gefühlen anderer umgehen? Oder haben wir das komplett verlernt. Ich weiß welche Lieblingsserie mich aufmuntert, aber wenn die Kollegin losheult oder ein Kumpel sich mal paar Wochen nicht meldet, weil er sich nicht danach fühlt... Puh..  Da wüsste ich erstmal auch nicht, wie ich damit umgehen soll...
Ja, dann heulen wir mal lieber leise und vor allem nicht vor anderen. Wut lassen wir nicht bei anderen aus und wenns uns nicht gut geht, dann muss das ja auch keine*r mitbekommen...
Das ist natürlich quatsch! Emotionen brauchen in unserem Alltag die Aufmerksamkeit, die Sie verdienen. Aber sind Gefühle "angemessen oft" Teil unserer Kommunikation? Emotionen gehören schließlich einfach dazu. Und auch dort, wo Sie manchmal nicht gewünscht sind, sind sie trotzdem da. Verbal umarmen dich am Freitag um 17 Uhr Jule und Elli im Podcast auf Radio free FM und sprechen drüber.

 

#37 Die Schuldfrage. Wie sinnvoll ist der Fingerzeig?

Es passiert immer wieder: Schreckliche Dinge passieren und sehr schnell beginnt die Suche nach dem*der sogenannten Schuldigen.

Es sind noch nicht alle Trümmer eines Chaos beseitigt, noch nicht alle Informationen zu einem Sachverhalt gesammelt, doch trotzdem will Presse und Öffentlichkeit schonmal geklärt haben: Wer trägt die Verantwortung?
Wessen politische Entmachtung gilt es jetzt voranzubringen? Welche Vorstände, Machtpositionen sind beteiligt?

Und: Worum geht es hier überhaupt genau... ;-)

Liebe*r Leser*in: Das ist doch völlig egal! Wie oft haben Sie in den letzten Jahren davon gelesen oder gehört, das einer Person eines höheren Amtes oder Ranges der Rücktritt nahegelegt wurde? Ich wette, es sind unzählige Male. Oft passiert das vielleicht auch zurecht. Zu Verantwortung gehört die Fähigkeit zum Schuldeingeständnis und den entsprechenden Konsequenzen. Schuldbewusstsein und Suche nach Schuldigen ist wichtig in einer sachlichen Auseinandersetzung. Aber wird diese Auseinandersetzung nicht auch oft zu sehr verdrängt von Grabenkämpfen auf der Suche nach Schuldigen? Und wird Schuld nicht oft auch auf zu wenigen Schultern verteilt? Und wie hängt Schuld mit Machtpositionen eigentlich zusammen?

Wir sprechen drüber, am Freitag ab 17 Uhr auf Radio free FM.

#36 Online-Schlacht und Offline-SChweigen – Wie geht Streiten 2021

Hass im Netz ist ein dermaßen oft behandeltes aktuelles Thema. Online-Hass wollten beinahe alle Medienschaffende im letzten Jahrzehnt mal analysieren. So hitzig wie im Netz wird nirgendwo diskutiert. Und das muss ja nichts schlechtes sein, wenn wir grundsätzlich von sachlichen humanen Debatten ausgehen könnten. Das können wir nicht. 
Warum vertreten Menschen ihre Meinung oft nur online so entschieden? Menschen trauen sich im Supermarkt Kassierer*innen anzuschnautzen, es solle doch eine weitere Kasse geöffnet werden. Aber echte Zivilcourage oder sachliche oder unsachliche Debatten in der realen Welt?... Wir bekommen oft das Gefühl, das passiert seltener.
Welche offensichtlichen und weniger offensichtlichen Gründe gibt es dafür. Und verändert sich die Streitkultur in der Offline-Welt durch Online-Debatten?

Es gibt wieder viele spannende Fragen für die nächste Folge am Freitag ab 17 Uhr.
 

#35 Dr. Ehemals – Promotionsdomino im Machtapparat?

Was haben wohl Franziska Giffey oder Karl-Theodor zu Guttenberg mit wissenschaftlicher Integrität zutun? Gar nichts oder soviel wie 30 % aller anderen Absolvent*innen und Doktorand*innen? Seitdem Guttenbergs Arbeit durch den Reißwolf gedreht wurde hat es schon richtig viele Doktor-Titel von politischen Machthaber*innen erwischt. Es gibt also scheinbar Menschen da draußen, deren Hobby besteht darin wissenschaftliche Arbeiten öffentlicher Personen durch Plagiatssoftware zu jagen. So scheint es zumindest. Aber diese Beobachtung ist für uns weniger interessant. Uns interessiert eher: Haben wir zunehmend ein Problem mit Plagiaten und wissenschaftlichen Fehlern in politischen Ämtern? Oder ist das ein grundsätzliches Problem? Und wie habt ihr eure letzte Hausarbeit oder Abschlussarbeit geschrieben?  ;-D 
Wir setzen uns dieses Mal mit dem Verlust von Doktor-Titeln auseinander. Wir setzen dieses Phänomen, das vor allem durch Medien höhere Aufmerksamkeit erhält, in einen größeren Zusammenhang und fragen nach Gründen wissenschaftlicher Fehler und Plagiate. 

Wir freuen uns auf die Sendung am Freitag um 17 Uhr. 
 

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