Gegen Stumpfsinn
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Liveübertragung

"Message Failed To Send" - Eine radiophone Komposition von THEA SOTI

Flyer Thea Soti

Im Auftrag der Redakton entartet entwickelte die multidisziplinäre Künstlerin Thea Soti die radiophone Komposition "Message Failed To Send". Diese untersucht, inspiriert vom Austausch privater Nachrichten mit einer Freundin und aufbauend auf einem Fundament aus Samples, die aus Sprachnachrichten an Thea Soti aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis und kurzen Interviews stammen, den Zusammenhang zwischen Intimität und moderner Interaktion durch soziale Medien, Chats und Instant Messaging. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beziehungen zwischen Privatem und Öffentlichem, physischer und virtueller Präsenz, Interaktivität, Zusammengehörigkeit, Uneinigkeit, Selbst, Umwelt und moderner Technologie. Die Uraufführung des Radiostücks "Message Failed To Send" fand am Sonntag, den 12. Dezember 2021, von 21 bis 22 Uhr im Rahmen einer extralangen Sondersendung von entartet live im Jazzkeller Sauschdall statt.

"... Wie nah kann man sich im Internet kommen, wie werden virtuelle Beziehungen gelebt und wann beginnt man sich in den Untiefen des Social Media einsam gemeinsam zu verlieren? Thea Soti begab sich mit ihrer Komposition souverän zwischen die Schnittstellen von experimenteller Vokalkunst, Elektronik und Noise.
Spannend wie sie allein mit einem Mikrofon, ihrem Rechner und einem Controller im Gewölbe einen Sound-Kosmos ausbreitete. Durch Filter gejagte Stimmen und multiplizierte Vokallinien, Text-Collagen und Verdichtungen, ein Tasten über dunkle Flächen und ins pulsierende Licht – immer auf der Suche nach dem Herzschlag der digitalen Welt, die uns so freundlich umarmen will. Bisweilen war das schmerzhaft intensiv und schonungslos radikal, Thea Soti ist aber auch Songwriterin und kann Melodie. So durchlebten die 2G-plus-Geprüften im Sauschdall ein 1a Konzert, dass zum Ende hin mächtig Fahrt aufnahm und mit hintersinnigem Humor auftrumpfte."
Aus der Kritik zur Uraufführung von Udo Eberl | S.21 ULMER KULTURSPIEGEL | Südwestpresse vom Dienstag, 14. Dezember 2021

Thea Soti (HU / SRB), geboren in Subotica, der zweitgrößten Stadt der Vojvodina und nach Beginn der Jugoslawienkriege in Ungarn aufgewachsen, studierte Gesang und Komposition in Hannover, Köln und Luzern und lebt derzeit in Berlin. Sie arbeitet mit experimenteller Vokalmusik, elektronischem Sound, Installation, textbasierten Medien und Videokunst und bewegt sich damit an der Schnittstelle von aktueller Musik, Creative Jazz, Performancekunst und Improvisation.

In ihren Soloarbeiten verwendet Thea Soti digital bearbeiteten Sound, menschliche Stimme und Lyrik in verschiedenen Formaten. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Erforschung der menschlichen Stimme als Instrument und der Kombination von Improvisationsstrukturen, elektroakustischer Komposition und performativ-installativen Setups. In ihrem musikalischen Werk erforscht sie mittels der Dekonstruktion konventioneller Songstrukturen durch Abstraktion von Klang und Text die Grenzen von Sprache, Noise, elektronischem Klang und avantgardistischer Poesie. Ihre provokative Art, mit Worten, Melodien und Lärm umzugehen, öffnet dabei den Horizont für musikalische Abenteuer. Dem Konzept folgend, Musik, theatralische und visuelle Elemente in ein Gesamtkunstwerk zu bringen gehen Thea Sotis Stücke weit über das auditive Erlebnis hinaus, erforschen Orte und Bewegung und schaffen so dynamische Räume. Oft reflektiert Thea Soti in ihren Arbeiten aktuelle gesellschaftspolitische Themen wie Eskapismus, non- binäre Identitäten, Schönheitsmythen oder kollektive Angst.

Thea Soti ist Gründungsmitglied des europäischen Komponist*innenkolektivs SUNG SOUND, Teil des Künstler*innenkollektivs fx.LAB und Co-Kuratorin der experimentalmusikalischen Reihe STIMMUNGEN im Kölner Loft. Sie tourte international von New York über Paris, Kopenhagen, London, Budapest, Belgrad, Moskau und Marrakesch bis Tokio und wurde als Artist-in-Residence zu Sonoscopia, Porto, JAZZAJ/BMC Budapest, ans Balassi Institut, Brüssel und in die Cité des Arts, Paris, eingeladen.

Gefördert und ermöglicht wurden Thea Sotis Arbeit "Message Failed To Send" und ihre Aufführung im Jazzkeller Sauschdall durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus dem Programm NEUSTART KULTUR und die freundliche Unterstzüzung der Kulturabteilung der Stadt Ulm

Links:

Thea Soti live im Jazzkeller Sauschdall
Thea Soti live im Jazzkeller Sauschdall
Thea Soti live im Jazzkeller Sauschdall
Die Redaktion entartet live im Jazzkeller Sauschdall

Der Masterplan - Chinas Weg zur digitalen Weltmacht

Die chinesische Führung macht der Welt vor, wie sie mit gezielten Investitionen in die chinesische Infrastruktur und Industriezweige das einstige Entwicklungsland zur größten Internetnation der Welt verändern konnte. Vor allem in Schlüsseltechnologien, wie KI, autonomes Fahren, E-Mobilität, bargeldloses Bezahlen etc. ist China lange nicht mehr der „Nachmacher“, sondern technologisch führend. In den nächsten Jahren steht die Expansion in die Welt an. China hat einen Plan. Hat die westliche Welt auch einen?

Johannes Stephany studierte Betriebswirtschaft an der Berufsakademie Heidenheim mit Spezialisierung in Richtung IT. Bis 2010 verantwortete er verschiedene IT-Fachgebiete bis hin zur Gesamtverantwortung als CIO eines mittelständischen Marktführers. Seit 2010 ist er freiberuflicher ISMS Auditor, IT Management-Berater, Coach und Trainer im Bereich Informationssicherheitsmanagement und Datenschutz.

Diskussionsrunde - Von der Wohltätigkeit zur Solidarität

Am 14. Juli hat Radio free FM die Diskussionsrunde "Von der Wohltätigkeit zur Solidarität" auf dem Allerweltsfest im Roxy (Ulm) veranstaltet. Die komplette Diskussion, die an dem Tag live übertragen wurde, könnt ihr hier als Podcast in voller Länge anhören.

Warum ist es erforderlich sich als Hilfsorganisation zu hinterfragen und jede Hilfeleistung kritisch zu evaluieren? Können wir als Radio, als Mensch, überhaupt was “gutes” tun mit zB. Spenden? Wieso werden auf Werbeplakaten vieler NGO's, People Of Color als hilfsbedürftig dargestellt, wie gezeigt in dem Film "White Charity"? Wie können mediale Formate dazu beitragen, ein anderes Bild jenseits der Stereotype zu vermitteln? Wie können wir als Radiomacher, als Medienpartner oder nur als Mensch - ohne viel Expertenwissen - den Unterschied erkennen zwischen Hilfsprojekten die abhängig machen von der geleisteten Hilfe, und Projekten die strukturell was verändern und so auch die Menschen befähigen selber ihre Situation zu verbessern?

Wir haben uns sehr gefreut über die Teilnahme von Annika Schauf (Ingenieure ohne Grenzen), Lothar Heusohn (Ulmer Weltladen e.V.) und Thomas Gebauer (Stiftung medico international).

Moderation: Lotte Stevens.

Technik Liveübertragung: Timo Freudenreich.

Radio free FM möchte sich ausdrücklich und mega-herzlich bedanken bei allen Helfern, der Allerwetsfests Orga, dem Roxy, und dem zahlreich anwesendem Publikum.

Die Liveübertragung fand ihm Rahmen des Projekts "Es muss nicht immer White Charity sein" statt und wird gefördert von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).

Rio Reiser Abend

"Ich hab geträumt, der Krieg wär vorbei
Du warst hier - und wir war'n frei
Und die Morgensonne schien" ~ Ton Steine Scherben

Wir haben die Zeitmaschine ausgepackt und gehen auf ein Rio Reiser konzert!  Radio free FM überträgt von 21 - 23 Uhr live aus dem Kleinkunst-Café "Zum Fröhlichen Nix" live! Songs von "Ton Steine Scherben" und "Rio Reiser" werden von Local Heroes und Coverbands eingespielt und interpretiert!  Der Veranstaltungsbeginn vor Ort ist um 20 Uhr.  Also macht Kaputt, was euch Kaputt macht, besorgt euch ein Radio und feiert mit.

Großes Dankeschön

Ein großes Dankeschön geht an das Radio Lora für die spannende und informative Live-Berichterstattung aus München. Die Koordination und technische Umsetzung war eine Meisterleistung.

Zudem sollte man Lobeshymnen verfassen, die an allen freien Radios aus der BRD und Österreich gerichtet sind, die für die schönen und durchgehend interessanten Inhalte des Programms aus München verantwortlich waren.

Mit dabei waren:

       und natürlich Radio free Fm (Ulm)

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