Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Beckett

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort

Warum das so ist und wie er das meint, erklärt Rilke in seinem gleichnamigen Gedicht, das schon damals - 1899 - wie gegen das heute verbreitete Internet-Schwätzertum gerichtet wirkt und eindringlich zeigt, was dieses mit dem Menschen anstellt. Geradezu geschwätzig kommt der Prosatext von Robert Walser daher ("Aus dem Bleistiftgebiet"), aber auf höchstem Niveau: Offenbar gibt es eine hohe Schule der Geschwätzigkeit, die sich - im Unterschied zum sonstigen profanen Geschwätz - selbst nicht ganz ernst nimmt. Doch genug geschwätzt - Musik gibt es auch, und zwar von Steve Winwood, Anthony Phillips und anderen. Manchmal ist es am besten, einfach zuzuhören und selbst zu schweigen.

Tut das Unnütze!

Diese Aufforderung ist ein Zitat aus einem Gedicht von Günter Eich, dem ersten Preisträger der Gruppe 47. In dieser Sendung erfahrt ihr mehr über diese bedeutende Schriftstellervereinigung der Nachkriegszeit. Weitere Texte stammen u.a. von Enzensberger, Paul Celan und Peter Weiss. Dazwischen Musik von David Crosby, Peter Green, Joe Cocker...

Getränkemarkt

Prosa und Lyrik rund ums Thema - von Samuel Beckett, Dominik Dombrowski, Robert Walser, Georg Trakl u.a. Auch die Musik größtenteils flüssig: Molly Hachet sorgen dafür, Marilyn Manson, Syd Barrett, Stu Hamm, King Crimson und andere.

Dionysos - Seelenfreund eines Pferdes

"Seelenfreund eines Pferdes", so lautet der Titel eines Kurzprosatextes von Franz Kafka, der in der 74. Ausgabe von "Klassisch modern" zu hören sein wird. Daneben ein Statement zu Günter Grass' "Gedicht" und u.a. ein Abschnitt aus Ovids "Metamorphosen" zu den Umständen der Zeugung des Gottes Dionysos. Für das lyrische Element sorgen Edith Södergran und Fernando Pessoa, fürs musikalische die Four Seasons, Judas Priest, Ozzy Osbourne und andere.

Texte des Nobelpreisträgers

Gedichte von Trakl, Celan, Yvan Goll sowie Prosa von Beckett und Montaigne. Wenn das bestellte Buch bis Dienstag eintrifft, werden auch Texte des neuen Literatur-Nobelpreisträgers Tomas Tranströmer zu hören sein. Dazwischen Musik, die steuern Deep Purple bei, Bruce Springsteen, Genesis und die Doors.

Gedichte von Erich Fried

Zwei Gedichte von Erich Fried werden diesmal in der Sendung gelesen, Nelly Sachs und Fernando Pessoa steuern weitere Lyrik bei. Für Prosa sind James Joyce, Samuel Beckett, Franz Kafka und Thomas Mann zuständig. Und die Musik kommt von Pink Floyd, Wishbone Ash, Steve Winwood und anderen.

It's not dark yet

Viel Englisches gibt es diesmal bei "Klassisch modern", aber - soweit es Literatur ist - auf Deutsch: Texte von Beckett und Joyce, dazu weitere Kurzprosa von Kafka und Charms. Die Musik kommt natürlich auf Englisch rüber, dafür bürgen Namen wie Dave Davies, Rory Gallagher und Bob Dylan, der uns versichert: "It's not dark yet" - und dabei lauscht man ihm gerne

Jetzt wird's ernst auf dem Zauberberg

Zunächst kommt, im Wechsel mit Musik von Buddy Miles, Dave Davies, Queen u. a., die Lyrik zum Zuge: Louize Labe mit einem 1555er Sonett, in der Übersetzung von Rilke, Manfred Peter Hein und Samuel Beckett mit Prosa, die sich wie Lyrik liest. Dann aber wird's ernst auf dem "Zauberberg": Es sieht gar nicht gut aus für Joachim. Hat der so ersehnte Militärdienst im Flachland ihn zum Moribundus gemacht? Hans Castorp will sich Klarheit verschaffen und heftet sich an Hofrat Behrens' Fersen. Damit aber kommt er bei diesem gar nicht gut an...
Mehr am Dienstag von 11 bis 12

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