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In dieser Sendung erlebt ihr eine Übernahme von anderen Radios in ganz Deutschland. Verschiedene und spannende Themen warten auf dich.

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Südnordfunk # 65 Proteste in Haiti, Ägypten, Sudan

Haiti Reportage: Wenn eine Energiekrise ein Land regiert

Was bedeutet es, wenn einem Land der Treibstoff ausgeht, dessen Bevölkerung weitgehend arm ist? Wenn die Generatoren der Krankenhäuser ausfallen, wenn die Menschen kein Kerosin mehr zum Kochen haben und der Verkehr zum Erliegen kommt? Dieser Tage ist genau das – zum wiederholten Male – in Haiti der Fall. Die Staatskassen sind leer, die Tankstellen ebenso. Benzin und Diesel werden auf dem Schwarzmarkt für den vierfachen Preis gehandelt. Mitte September kam es zu einem Generalstreik, die Schulen blieben geschlossen.

Tausende protestieren seither auf den Straßen, sie fordern den Rücktritt des Präsidenten. Die Gründe für die sozialen Missstände im ärmsten Staat der Karibik sind indes kompliziert…

Ägypten Interview: Neue Massenproteste auf den Straßen

Rund acht Jahre nach dem Arabischen Frühling, der auf dem Tahrir Platz in Kairo begann, steht das Land erneut auf. Seit dem 20. September machen Massenproteste in den ägyptischen Städten deutlich: Das Regime al-Sisi ist weithin unerwünscht. Wo werden die Proteste hinführen? Und wo steht das Militär?

Sudan Interview: Wie stehen die Chancen für den Frieden im Sudan?

Fast drei Monate sind vergangen, seit die Proteste gegen die Militärführung im Sudan gewaltsam niedergeschlagen wurden. Doch die Protestbewegung gab nicht auf. In der sudanesischen Hauptstadt Khartum ist inzwischen das Kabinett der neuen Übergangsregierung vorgestellt worden. Das aus Militärvertretern und ZivilistInnen bestehende Gremium soll eine gut dreijährige Übergangsphase leiten, das Ziel sind Neuwahlen. Wie stehen die Chancen für den Frieden und für demokratische Strukturen im Sudan?

Was erhoffen sich die Menschen von den politischen Veränderungen? Warum stehen sie dem Militär misstrauisch gegenüber? Und wie haben die Ereignisse das politische Bewusstsein im Land geprägt? Darüber sprach der südnordfunk mit Aisha Hassan, die in Sudans Hauptstadt Khartoum lebt und arbeitet.

 
 
Sendezeit: Mittwoch 13.11.2019 / 23:00-24:00 Uhr
 

Südnordfunk #66 / Widerstand in Chile und Brasilien

# Klage gegen EU wegen Menschenrechtsverletzungen im Mittelmeer

Am Wochenende hat Italien ein Abkommen mit Libyen verlängert, das die Zusammenarbeit mit der sogenannten libyschen Küstenwache regelt. Ob das menschenrechtskonform ist, wird verschiedentlich angezweifelt. Deshalb verklagen zwei Anwälte die EU vor dem Internationen Strafgerichtshof. Ihr erster Vorwurf: Italien und die EU machen sich in ihrer Kooperation mit der aus Milizen bestehenden Küstenwache im Rahmen der Mission Sophia strafbar. Ihr zweite Vorwurf: Mit der Mission Sophia war nachweislich kalkuliert, dass mehr Menschen im Mittelmeer sterben. Maren Streibel hat einen der beiden Anwälte, Omer Shatz, getroffen.

# Chile ist aufgewacht – über die aktuellen Proteste

Unter dem Slogan „Chile ist aufgewacht“ gehen in Santiago und anderen großen Städten Chiles rund eine Million Menschen gegen die Politik der Regierung Sebastián Piñeras auf die Straße. Diese antwortet mit Repression und versucht durch minimale soziale Reformen zu befrieden. Wir betrachten die Hintergründe und den Charakter der Proteste.

# Landnahme in Brasilien – indigener Widerstand

Ein Gespräch mit einer indigenen Vertreterin der Munduruku über indigenen Widerstand im Amazonas. Sie berichtet über den Landraub indigener Terrotirien durch staatliche und private Bauvorhaben und davon, wie sich die Rechte Indigener unter Bolsonaro verändert haben.

Quelle: https://www.freie-radios.net/98248

Sendezeit: Mittwoch 13.11.2019 / 22:00 - 23:00 Uhr

#59 südnordfunk -Ukraine fünf Jahre nach dem Maidan / Afrofone Sounds vom Atlantik bis zum Indischen Ozean

*** Ukraine fünf Jahre nach dem Maidan

Mehr als fünf Jahre nach dem Maidan in der Ukraine sind noch lange nicht alle Geschichten erzählt. Hört her, was Katja Pavlova von CRISP (Conflict Transformation and Civic Education) und die Zeitzeug_innen vom Euromaidan zu sagen haben. Die Berliner Organisation CRISP steht für „Crisis Simulation for Peace“. Sie organisieren politische Planspiele mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft zu stärken und Konflikte zu bewältigen.

In jüngster Zeit stand bei CRISP die Ukraine im Mittelpunkt, genauer gesagt die Proteste auf dem Maidan. Anfang 2018 haben sie in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Informatik Abteilung der Hochschule für Bildende Künste Saar und ISKRA, dem „Zentrum für Dialog und Versöhnung“ eine Hörspielapp veröffentlicht, die die Geschehnisse vor gut 5 Jahren nochmal ins Gedächtnis rufen soll: mit dem Smartphone in der Tasche kann man sich so auf den Originalschauplätzen unterschiedliche Geschichten erlaufen.

Den Protesten auf dem Maidan, die immer blutiger wurden, folgte die Russische Annexion der Krim, was den Euromaidan regelrecht absorbierte. Alle Aufmerksam war nun auf die Ostgrenze gerichtet.

Im April 2019 steht eine neue Präsidentschaftswahl in Kiev an. Das größte zu lösende Problem bleibt der Umgang mit der Korruption im Land sowie die Aggressionen Russlands auf der einen Seite und die Annäherung an die EU auf der Anderen.

Die drei Top-Kandidat_innen nach der Vorwahl sind immerhin EU-Befürworter_innen. Der Spitzenkandidat ein politisch unerfahrener Komiker………….

Ihr hört Ausschnitte aus der App Hidden Memories und die Projektmitarbeiterin Katja Pavlova, die damals selbst Aktivistin auf dem Euromaidan war.

***Afrofone Sounds vom Atlantik bis zum Indischen Ozean

... die sammelt und veröffentlicht das Label Ostinato Records. Sie sind der ungehörte Soundtrack der Geschichte des Globalen Südens. Der südnordfunk hat mit dem Label-Gründer Vik Sohonie gesprochen um herauszufinden, welche Idee hinter dem Label steckt und wie man die raren Scheiben und Bänder mit den begehrten Klängen findet.

Auch wenn der Begriff „Ostinato“ lateinischen Ursprungs ist, so gibt es keinen Kontinent dessen Musikkulturen die Tradition des repetitiven Riffs oder des repetitiven Rhythmus (ostinato) so sehr zelebrieren wie Afrika und auch in der Karibik und in Lateinamerika. Vielleicht war es das, was Vik Sohonie zu afrikanischer Musik hingezogen habe, schon lang bevor er ein Label gründete – die unglaublich ausgefeilten Arten diese Melodien und Rhythmen zu halten und zu wiederholen, um einen vielschichtigen, tiefen und komplexen Sound entstehen zu lassen. Diese Ostinatos lassen sich in der Musik Kubas, auf Haiti, in Brasilien, in Nigeria, in Angola und Somalia finden.

Für Vik Sohonie sind sie das gemeinsame Merkmal der Musik, die er veröffentlicht. 2017 hat Vik das Album Sweet as Broken Dates: herausgebracht, mit Musik aus dem Somalia der 1970er und 80er Jahre. Im September 2018 kam Two Niles To Sing A Melody – The Violins and Synths of Sudan heraus. Seine neuste Veröffentlichung ist eine Compilation der Star Band De Dakar, mit afrokubanischem Psychedelic aus dem Senegal.

 
 
Sendezeit: Mittwoch 21/08/19 , 23:00 - 24:00 Uhr
 

# 63 südnordfunk: Honduras / Naher Osten

# Honduras: Der Präsident und die Macht

Wie funktioniert die Diktatur von Präsident Juan Orlando Hernández? Ein Erklärvideo von Radio Progreso aus Honduras fasst eindrücklich zusammen, wie derzeit in dem lateinamerikanischen Land die Demokratie attackiert wird.

# Honduras: Friedlich protestierende Studierende fürchten in Honduras um ihr Leben

Darwin Sánchez war Teil der studentischen Protestbewegung in Choluteca und wurde in diesem Rahmen kriminalisiert. Er sah sich gezwungen, Honduras zu verlassen. Im Interview schaut er auf die Verfolgung der Studierenden.

# Honduras: Hassverbrechen gegen LGBTI*

Für die Täter herrscht fast vollständige Straflosigkeit. Wir sprachen mit dem freien Journalisten Knut Henkel, der u.a. mit der LGBTI*-Menschenrechtsaktivistin Gaba Sahory Reyes aus Honduras arbeitet.

# Außerdem: Kann es einen Vertrag über Atom- und Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten geben?

Im Interview: Sharon Dolev, Gründerin und Leiterin der israelischen Abrüstungsbewegung, und Emad Kiyaei, Mitwirkender beim Projekt Middle East Treaty Organization (METO), über die Abrüstungsbemühungen zur Beseitigung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten.

 
 
Sendezeit: Mittwoch 21/08/19 , 22:00 - 23:00 Uhr
 
 
 

ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik. Folge 3 - Das kulturelle Profil Berlins. Redebeiträge an der Schnittstelle von Kulturproduktion, Kulturpolitik und Stadtentwicklung; 40. Stadtforum am 6. und 7. Mai 1994

Im Rahmen des Einstein-Forschungsprojekts „Autonomie und Funktionalisierung der Kunst“ an der Universität der Künste Berlin entstand eine dreiteilige Sendereihe ausgewählter szenischer Lesungen von Dokumenten der Berliner Stadt- und Kulturpolitik aus den Jahren 1989 bis 1996. Recherchiert, zusammengestellt und für die Inszenierung bearbeitet wurden diese Dokumente von den Herausgeber*innen Annette Maechtel und Heimo Lattner. Im Gespräch mit Niki Matita erläutert Heimo Lattner das Projekt und gibt Hintergrundinformationen zur künstlerischen Forschung.

Reihe: ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik.
Sprache: DE
Länge: 60 Min

Folge 3
Das kulturelle Profil Berlins. Redebeiträge an der Schnittstelle von Kulturproduktion, Kulturpolitik und Stadtentwicklung; 40. Stadtforum am 6. und 7. Mai 1994

Im September 1990 veranstalteten der Deutsche Werkbund Berlin gemeinsam mit den Evangelischen Akademien Ost und West ein öffentliches Symposium, das sich angesichts erheblicher Umwälzungsprozesse in der Stadt der Frage widmete, wie die anstehenden Planungen durch ein öffentliches Forum begleitet werden könnten. Aus diesem Vorhaben entstand das Berliner Stadtforum, das durch eine konsensorientierte Diskussion Lösungsansätze formulieren sollte. Initiiert wurde das erste Stadtforum 1991 von dem damaligen Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz Volker Hassemer (CDU) als ein seinem Ressort beigeordneter Rat. Besetzt wurde es mit Persönlichkeiten aus unterschiedlichen stadtgesellschaftlichen Gruppierungen, sowie mit Vertreter*innen der an der Stadtentwicklung mitwirkenden Fachdisziplinen. Das Stadtforum war modellhaft für die Entwicklung eines neuen, zeitgemäßen Planungsverfahrens unter direkter gesellschaftlicher Mitwirkung. Das Stadtforum, als Ort an dem Kritik geäußert werden kann, existiert heute noch. Da es selbst keinen Rechtskörper darstellt hat es jedoch seit jeher lediglich empfehlenden Charakter und de facto hat keinen machtpolitischen Einfluß.

Mit Redebeiträgen von: Bernhard Schneider (Architekt und Stadtplaner), Ulrich Roloff-Momin (Senator für kulturelle Angelegenheiten), Rolf Xago-Schröder (Bildender Künstler), Friedrich Diekmann (Publizist), Christa Tebbe (Leiterin des Kreuzberger Kunstamtes), Rainer Blankenburg (Verein Hackesche Höfe) und Volker Hassemer (Senator für Stadtentwicklung und Umwelt).

Textbearbeitung und Regie: Heimo Lattner und Annette Maechtel
Es lesen: Nina Kornjäger, Nikola Duric und Franziskus Claus

Moderation im Studio: Niki Matita
Studiotechnik und Postproduktion: Christian Gierden

Quelle: https://www.freie-radios.net/96205

 
Sendedatum : 24/07/19  23:00/24:00 Uhr

 

 

ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik. Folge 2 - Wildwuchs. Berlin 1990-1996

Im Rahmen des Einstein-Forschungsprojekts „Autonomie und Funktionalisierung der Kunst“ an der Universität der Künste Berlin entstand eine dreiteilige Sendereihe ausgewählter szenischer Lesungen von Dokumenten der Berliner Stadt- und Kulturpolitik aus den Jahren 1989 bis 1996. Recherchiert, zusammengestellt und für die Inszenierung bearbeitet wurden diese Dokumente von den Herausgeber*innen Annette Maechtel und Heimo Lattner. Im Gespräch mit Niki Matita erläutert Heimo Lattner das Projekt und gibt Hintergrundinformationen zur künstlerischen Forschung.

Reihe: ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik.
Sprache: DE
Länge: 60 Min

Folge 2
Wildwuchs. Berlin 1990-1996

Auswahl und Zusammenstellung von Interviews, die Ulrike Steglich 1996 mit kulturpolitischen Akteur*innen führte, die Einblick in die besondere Situation in Berlin-Mitte nach der Wiedervereinigung und in die damals im Entstehen begriffenen Strukturen in Verwaltung und Politik geben. Sie verweisen auf unterschiedliche Kunst- und Kulturbegriffe in Ost und West. Zu Wort kommen: Uwe Dähn (Stadtrat), Christof Schaffelder, Rainer Blankenburg, Catrine Cremer, Silke Fischer, Dolly Leupold, Tanja Hoffmann, Dietrich Petzold, Thomas Liljeberg, Eva Mendl und Jutta Weitz (WBM).

Quellen: „Wildwuchs 1991-1996 – Jedes Chaos hat seine Ordnung“, Interviews von Ulrike Steglich mit kulturpolitischen Akteur*innen aus dem Jahr 1996.

Plenarprotokoll 12/4 7 aus dem Berliner Abgeordnetenhaus vom 29. April 1993, Spontane Fragestunde

Textbearbeitung und Regie: Heimo Lattner und Annette Maechtel
Es lesen: Nina Kronjäger, Nikola Duric und Franz Claus

Moderation im Studio: Niki Matita
Studiotechnik und Postproduktion: Christian Gierden

 
 
Sendedatum : 24/07/19  22:00/23:00 Uhr
 

ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik. Folge 1 - Zwischen-Rede 1989. Dokumentation einer deutsch-deutschen Kulturdebatte

m Rahmen des Einstein-Forschungsprojekts „Autonomie und Funktionalisierung der Kunst“ an der Universität der Künste Berlin entstand eine dreiteilige Sendereihe ausgewählter szenischer Lesungen von Dokumenten der Berliner Stadt- und Kulturpolitik aus den Jahren 1989 bis 1996. Recherchiert, zusammengestellt und für die Inszenierung bearbeitet wurden diese Dokumente von den Herausgeber*innen Annette Maechtel und Heimo Lattner. Im Gespräch mit Niki Matita erläutert Heimo Lattner das Projekt und gibt Hintergrundinformationen zur künstlerischen Forschung.

Reihe: ibid. Szenische Lesungen aus Dokumenten der Berliner Stadt-und Kulturpolitik.
Sprache: DE
Länge: 60 Min

Folge 1
Zwischen-Rede 1989. Dokumentation einer deutsch-deutschen Kulturdebatte

Am Abend des 22. Dezember 1989, dem Tag der Wiedereröffnung des Brandenburger Tors, fand im Saal der Akademie der Künste zu Berlin eine "deutsch-deutsche Kulturdebatte" statt. Künstler, Wissenschaftler und Kulturpolitiker aus der DDR, der BRD und Berlin (West), trafen sich zu einem Gespräch über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Befürchtungen. Eingeladen hatten die im Herbst 1989 gegründete ostdeutsche KulturInitiative'89 und eine mit ihr kooperierende Kulturinitiative in Westberlin. Zu Wort kommen u.a.: Klaus Staeck, Adrienne Göhler, Freimut Duve, Rainer Kirsch, Christoph Hein und Ina Merkel

Quelle: Wortprotokoll vom 22.12.1989, Zeitdokument im Archiv der Kulturinitative '89

Textbearbeitung und Regie: Heimo Lattner und Annette Maechtel
Es lesen: Claudia Gräf, Elise Ueberschär und Andreas Keller

Moderation im Studio: Niki Matita
Studiotechnik und Postproduktion: Christian Gierden

 
 
Fortsetzung folgt am Mittwoch, 24.07.19.
22 Uhr Folge 2
23 Uhr Folge 3 [Ende]
 
                

 

podcast

südnordfunk #62: Sudan / Uganda / Brasilien / Honduras

# Sudan: Warum das Militär die Macht nicht abgeben will

Seit Ende vergangenen Jahres gibt es massive Proteste im Sudan. Diese haben im April 2019 zum Sturz des langjährigen Präsidenten Omar al-Bashir geführt. Doch die Proteste gehen weiter, denn das Militär hat nun die Macht übernommen und weigert sich bislang, diese an das Volk abzugeben. Mit Dr. Mahmoud Abdelkarim, einem sudanesischen Arzt in Freiburg, haben wir über die aktuellen Geschehnisse und die Hürden für einen politischen Wandel im Sudan gesprochen.

# Norduganda: Die Narben des Bürgerkrieges sind noch nicht verheilt

Über 20 Jahre terrorisierte die Lord's Resistance Army (LRA) die Bevölkerung in Norduganda. Mehr als zwei Millionen Menschen wurden vertrieben und über 66.000 Kinder zwangsrekrutiert. Bis heute leidet die Bevölkerung unter den Folgen des Bürgerkriegs, der von 1986 bis 2006 tobte. Wir sprachen mit Esther Arach von der Organisation FOWAC (Foundation for Women Affected by Conflicts) darüber, wie der Bürgerkrieg in Uganda erinnert wird und warum gerade Frauen bis heute mit dem Erbe des Krieges gewaltsam konfrontiert werden.

Wir sprachen mit Esther Arach von der Organisation FOWAC (Foundation for Women Affected by Conflicts) darüber, wie der Bürgerkrieg in Uganda erinnert wird und warum gerade Frauen bis heute mit dem Erbe des Krieges gewaltsam konfrontiert werden.

# Brasilien: Verfahren gegen Expräsidenten Lula neu aufgerollt

Der brasilianische Expräsident Inácio Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT war im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2018 als Favorit gehandelt worden, bevor er inhaftiert wurde und somit aus dem Rennen war. Nun erhärten sich Indizien, dass die die Vorwürfe zu Korruption erfunden seien. Geleakte Dokumente enthüllen, dass Staatsanwält*innen schwerwiegende Zweifel an der Schuld Lulas hegten. Die Inhaftierung von Lula half, den Weg für die Wahlen des ultrarechten ehemaligen Offizier Jair Bolsonaro zu ebnen. Der hatte dann seinerseits Richter Sérgio Moro zu seinem Justizminister ernannte. Jetzt werden Stimmen laut, Moro solle zurücktreten. Dieser weist alle Schuld von sich.

Democracy Now! sprach mit dem Journalisten und Pulitzer-Preis Gewinner Glenn Greenwald von The Intercept in Rio de Janeiro, dessen Berichte auf einem Fund von internen Akten und privaten Gesprächen der Staatsanwaltschaft zum Fall Operation Lava Jato basiert. Wir haben Auszüge übersetzt.

# Honduras: Zehn Jahre nach dem Putsch

Viele Menschen aus den sozialen Bewegungen in Honduras üben zehn Jahre nach dem Putsch noch immer Widerstand und sind auf den Straßen. Einige ließen ihr Leben, ermordet von Polizei oder Militär. Sie wurden bei Protesten erschossen, ermordet von Auftragskillern oder Opfer von Hassverbrechen gegen Frauen, LGBTI und Andersdenkende. Andere sind geflohen, weil sie bedroht wurden oder bereits Attentate auf ihr Leben überlebt hatten, und leben heute im Exil.

Radio ONDA fragte, wie die Menschen aus der Opposition und den sozialen Bewegungen die Situation heute sehen, zehn Jahre nach dem Putsch vom 28. Juni 2009.

Quelle: https://www.freie-radios.net/96146

südnordfunk #01 Enttäuschte Hoffnung auf Frieden in Kolumbien

Offiziell herrscht Frieden in Kolumbien. Und tatsächlich ist seitdem die Zahl der bewaffneten Konflikte in dem Land zurückgegangen. Dennoch sind viele Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen von Gewalt betroffen. Wie steht es um den Frieden?

Fünfzig Jahre lang tobte in Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen staatlichen Gruppen, rechten Paramilitärs, linken Guerillas und anderen Gruppen. Über 200.000 Menschen kostete der Konflikt das Leben. Im November 2016 wurde dann ein Friedensvertrag unterschrieben und die KämpferInnen der linken Guerillagruppe FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia - Volksarmee) gaben zum größten Teil ihre Waffen ab.

Offiziell herrscht Frieden in Kolumbien. Und tatsächlich ist seitdem die Zahl der bewaffneten Konflikte in dem Land zurückgegangen. Dennoch sind viele Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen von Gewalt betroffen.

# Nach dem Friedenschluss: Die Menschenrechtslage in Kolumbien ist verheerend

Seit dem Friedensschluss sind soziale Aktivist*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen zunehmend Drohungen, Angriffen und Morden ausgesetzt. Leonardo Díaz ist Anwalt und arbeitet als Koordinator des Programms Somos Defensores, das seit 20 Jahren Prävention und Schutz für bedrohte soziale Organisationen und Einzelpersonen aus dem Menschenrechtsbereich anbietet. Onda hat mit ihm gesprochen.

# Spotlights - Kurznachrichten aus Kolumbien

# Wie steht es um die ehemaligen FARC-Kämpfer*innen?

Um sich im zivilen Leben zurecht zu finden, sollen die FARC Kämpfer und Kämpferinnen nach ihrer Entwaffnung vom Staat unterstützt werden. So steht es zumindest im Friedensvertrag. Doch die neue Regierung bremst bei der Wiedereingliederung der ehemaligen Kämpfer*innen, wo es geht - mit potenziell verheerenden Folgen für den Friedensprozess.

Malin Gütschow und Lisa Westhäußer waren für den südnordfunk in einer Wiedereingliederungszone in Kolumbien unterwegs und sprachen mit Alke Jenns vom Arnold- Bergsträsser Institut Freiburg.

Deutsche Waffen für kolumbianische Kindersoldaten

# Bewährungsstrafen im SIG-Sauer-Prozess

Am 3. April fiel vor dem Landgericht Kiel das Urteil gegen den deutschen Rüstungsproduzenten SIG-Sauer wegen illegaler Waffenexporte nach Kolumbien. Die Kleinwaffen von SIG-Sauer waren dort von Polizei, Militär, Paramilitärs und Guerillas benutzt worden - und selbst in die Hände von Kindersoldaten geraten.

Radio Deyeckland sprach darüber mit dem Rechtsanwalt Holger Rothbauer von der "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel“. Sie hatte das Urteil ambivalent bewertet: Einerseits wird SIG-Sauer mit 11 Millionen Euro eine hohe Geldsumme eingezogen. Andererseits kamen die beschuldigten Führungskräfte der Firma mit Bewährungsstrafen davon.

 
 

Südnordfunk / Krise in Venezuela / Plantagen in Indonesien

# Stimmen zur humanitären und politischen Lage in Venezuela

Es ist schwieriger denn je, sich bezüglich der derzeitigen humanitären und politischen Lage in Venezuela eine Meinung zu bilden. Maduro oder Guido erklären sich gegenseitig als gescheitert und - sich selber - als die "wahren" Stimmen des Volkes. Beide Seiten proklamieren die Macht und die Unterstützung des Militärs für sich. Der südnordfunk macht verschiedene Stimmen hörbar, die es erlauben, ein differenziertes Bild zu zeichnen. Unter anderem:

Jeffrey Sachs vom Center for Economic and Policy Research Tuki Jencquel, Filmemacher und Regisseur von Está Todo Bien Eva Golinger, us-amerikanisch/venezolanische Journalistin Moritz Krawinkel von medico international Héctor Orlando Zambrano, Abgeordneter der Regierungspartei PSUV Edgardo Lander von der Bürger*innenplattform für die Verteidigung der Verfassung Carlos Ron, venezolanischer Vize-Minister für auswärtige Beziehungen mit Nordamerika

#Die Palmölfront in Indonesien: Droht Westpapua ein neuer Boom?

Eigentlich wollte die EU ihre Klimapolitik vom Palmöl für Treibstoffe befreien. Im April befürwortete das Europäische Parlament eine delegierte Rechtsakte, die dem Import von Palmöl für die Herstellung von "Biodiesel" – so befürchten Umwelt- und Bauernverbände - eine Hintertüre öffnet. Hauptlieferant der EU ist Indonesien. Wie hier der Anbau der Ölpalmplantagen politisch durchgesetzt wird, darüber sprach der südnordfunk mit dem Wissenschaftler Selwyn Moran. Fokus ist die Plantagenpolitik in Westpapua.
Teil 1: Palmölindustrie in Indonesien
Teil 2: Entwicklungen in Westpapua

# Rodrigue Péguy Takou Ndie von Afrique-Europe-Interact über sein Buch „Die Suchenden“

Vor ihm Ungewissheit, hinter ihm Leiden, in ihm Verzweiflung. Ein Zurück gibt es für den Suchenden nicht, denn „wer als Verlierer zurückkehrt, legt sich eine Kreuzotter um den Hals“. Der Roman „Die Suchenden“ von Rodrigue Péguy Takou Ndie ist schonungslos. Er analysiert die traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus mit einem Sinn fürs Absurde. Mit dem Autor sprach Rufine Songue.

 

Textquelle: freie-radios.net/95204

 

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