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Wort&Welt: Über die absolute Notwendigkeit von Feminismus

Vergessen Sie die urbane Lifestyle-Dekadenz, die selbstgefälligen Loft-Diskurse und den gesamten neoliberalen Wellness-Feminismus, solange der nächtliche Gehweg für die Hälfte dieser Welt ein permanenter Angstraum bleibt. Franz Kalmbach schlägt in seiner Kolumne mit brutaler Präzision ein und reißt die glänzende Fassade des bürgerlichen Wohlstands ab, um direkt in die kotzenden Eingeweide des patriarchalen Elends zu starren. 

Zwischen der eiskalten, dystopischen Härte von Sibylle Bergs GRM und der bleiernen, unerträglichen Scham des Status quo entfaltet sich ein messerscharfer, radikaler Text über pure Macht, toxische Männlichkeit und allgegenwärtige Gewalt. Es ist ein erbarmungsloser Sturz in das schmierige Meer der Scham, vorbei an systematischem Missbrauch, Epsteins Abgründen und den erbärmlichen Ritualen einer verkommenen Spezies, die ihre eigene Evolution längst im eigenen Erbrochenen ertränkt hat. 

Sprachlich ist das bei Kalmbach ein wütendes, hochaggressives Trommelfeuer: Hier wird nicht moderiert, hier wird seziert. Er nutzt das Gendern nicht als akademische Netiquette, sondern als intellektuelle Abrissbirne im Sinne von Heiner Müller – als tanzenden Aufstand auf den Ruinen einer dysfunktionalen, verkrusteten Sprache, um auf den Trümmern endlich etwas radikal Neues zu errichten. Es ist eine brutale, ungeschminkte Prosa, die sich jeglicher Betroffenheitsrhetorik verweigert, mit jeder Silbe zuschlägt und die heuchlerischen Floskeln der Macht direkt dorthin zurückschickt, wo sie hingehören: in den Dreck.

Hört sich interessant an? 

Tune in!