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Klassikdisko

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Der Titel Klassikdisko bedeutet zunächst nur, dass in der Sendung Aufnahmen von sog. Klassik auf Tonträger gespielt werden. Wo immer es möglich ist, wird ein Bezug zu Ulm oder zu auch in Ulm relevanten Themen hergestellt. Dies geschieht teilweise mit in der Stadt selbst gemachten Aufnahmen oder mit Tonträger-Produktionen, an denen Ulmer oder Ex-Ulmer Musiker beteiligt sind. Ab und zu sollen auch Künstler, die keinen direkten Bezug zu Ulm haben, im Mittelpunkt stehen. Die Persönlichkeit und die Arbeit dieser Musiker – seien es SängerInnen, Instrumentalisten, Dirigenten oder Komponisten – werden dargestellt mit Musikbeispielen. Die betreffenden Tonträger-Aufnahmen werden dabei auch näher benannt, jedoch ohne Angabe der Labels. Es geht weder um ein „Best of …“ noch um aktuelle Neuheiten. In der Klassikdisko ist also auch Tanzen nicht vorgesehen, es sei denn der Hörer fühlt sich beim Erklingen des Openers von dessen Walzertakt angeregt.

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Klassikdisko am 30. Mai 2017 – Herbert von Karajan und Ulm

Schon mit vier Jahren, also 1912, begann Herbert von Karajan (1908-1989) eine pianistische Ausbildung. 1916 bis 1926 studierte er am Konservatorium in Salzburg Klavier, Komposition, und Harmonielehre. Von 1926 bis 1928 studierte er Maschinenbau, aber auch Musikwissenschaft in Wien, außerdem Dirigieren. Am 22. Januar1929 trat Herbert von Karajan zum ersten Mal öffentlich als Dirigent mit dem Mozarteum-Orchester in Salzburg auf, worauf der im Konzert anwesende Erwin Dieterich, Intendant des Ulmer Stadttheaters, Karajan zum Probedirigat einlud. In Ulm wurde Karajan 1930 Erster Kapellmeister am Theater und beim Orchester. Mit seiner Ulmer Zeit, aber auch mit den späteren Jahren, beschäftigen wir uns in dieser Sendung.

Klassikdisko über Otto Klempter

Bei der Klassikdisko im Monat Mai 2017 steht der Dirigent und Komponist Otto Klemperer im Mittelpunkt. Wir greifen damit ein im Januar behandeltes Thema auf, als wir Klemperers Kollegen und Zeitgenossen Wilhelm Furtwängler darstellten. Wie Furtwängler bestand auch für Klemperer ein fast tragisches Spannungsverhältnis zwischen seiner Tätigkeit als international tätigem Orchesterleiter und seinem Selbstverständnis als Komponist eigener Werke. Im Leben von Otto Klemper – 1885 in Breslau geboren und 1973 in Zürich gestorben – kamen zu den Herausforderungen und Konflikten des Kulturschaffenden noch die Verfolgung als Jude im Dritten Reich, die Emigration und viele gesundheitliche Probleme bereits vor seinen letzten Jahren, in denen er immer noch aktiv war.

Mozart und Ulm

Die Klassikdisko am 4. April 2017 um 11 Uhr ist Wolfang Amadeus Mozart gewidmet, mit zwei seiner Werke, nämlich der Maurerischen Trauermusik und dem Requiem. Aufnahmen aus dem Jahr 2000 von einem Konzert im CCU bieten Interpretationen durch das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm unter James Allen Gähres und die Ulmer Kantorei unter Albrecht Haupt. Zu beiden Stücken werden Kommentare des Schriftstellers Wolfgang Hildesheimer vorgelesen, die in dessen viel gelobter, 1977 erschienener Mozart-Biographie enthalten sind. Natürlich kommt auch der Besuch des damals erst siebenjährigen Klaviervirtuosen 1763 in Ulm zur Sprache während der Konzertreisen mit seinem Vater vom heimatlichen Salzburg aus kreuz und quer durch Europa.

Die Remixes von Joshua James Wills

Im Zentrum der Sendung am 7. März in der Reihe Klassikdisko steht Joshua James Wills, ein junger elektronischer Musiker aus den USA, mit Remixes von Ulmer Aufnahmen mit europäischer Kammer- und Orchestermusik. Im Jahre 2004 hat der Klassikdisko-Moderator Günter Buhles bei einem Besuch des Instituts Black Music Research Joshua Wills kennengelernt. Bei einem langen Gespräch in der Bibliothek des Forschungs-Instituts am Columbia ging es um Neue Musik aus Europa, etwa von Pierre Boulez, um Einsätze elektronischer Klänge, aber auch um Jazz-Künstler wie Ornette Coleman. In der Folgezeit hielten Wills und Buhles über E-Mails, später in sozialen Netzwerken Kontakt, und schließlich wurde eine Zusammenarbeit vereinbart: Wills schuf eine Reihe von Remixes mit ihm gesandten Aufnahmen. Beispiele davon werden zu hören sein.

Karajan-Gedächtniskonzert

In der Klassikdisko am 7. Februar hören wir wieder Musik aus einem der Herbert-von-Karajan-Gedächtniskonzerte des Ulmer Theater in der Ära von Intendant Ansgar Haag. Bei dieser Veranstaltung am 6. Juni 2003 im CCU wurde ausschließlich italienische Opernmusik gespielt. Generalmusikdirektor James Allen Gähres dirigierte das Philharmonischer Orchester in Arien, Szenen und Zwischenspielen aus Werken von Donizetti, Leoncavallo, Verdi und Rossini. Drei Gesangsolisten waren an diesem Konzert beteiligt: die Sopranistin Vera Schoenenberg, die Mezzosopranistin Stella Grigorian und der Bariton Leo Nucci. Dieser international berühmte Sänger ist auch vielfach mit dem Dirigenten Karajan aufgetreten.

Wilhelm Furtwängler

In der Klassikdisko am Dienstag, den 10. Januar 2017 befassen wir uns mit Wilhelm Furtwängler.

Wilhelm Furtwängler – 1886 in Berlin geboren und 1954 in Baden-Baden gestorben – ist allgemein hauptsächlich oder fast nur als Dirigent bekannt, vor allem als langjährigen Chef der Berliner Philharmoniker.
Dies kann als tragisch bezeichnet werden, denn schon als Jugendlicher wollte er eigentlich Komponist werden. Sein großer internationaler Erfolg als Orchesterleiter und sein Ruf als vielleicht bedeutendster Interpret aller Zeiten waren es wohl, die eine Karriere als Komponist verhinderten.
Gleichwohl hat Furtwängler doch lebenslang Musik geschrieben. Er selbst betrachtete sich als Komponist , der nebenbei „auch dirigierte“. Dass seine Arbeit als Orchesterleiter so stark in den Vordergrund trat, bezeichnete er wörtlich als „Unglück mit dem Dirigieren“
Wir werden heute Ausschnitte seiner wichtigsten Komposition, seiner Sinfonie Nr. 2, vorstellen und uns auch mit seinen anderen Werken und mit Aspekten seiner Person befassen.
Zu Ulm sind keine von ihm Verbindungen bekannt, doch bietet sich ein anderer „Link“ an: Die als „Tatort“-Kommissarin im Fernsehen bekannte Schauspielerin Maria Furtwängler ist eine Großnichte des Dirigenten.

Der Ulmer Saxophonist Dieter Kraus

Klassikdisko am 13. 12. 2016: Wenn von einem Saxophonisten die Rede ist, denken die meisten Musikhörer an Jazz. Im Fall des Ulmers Dieter Kraus ist das zwar auch nicht falsch, doch er ist mehr: Er spielt etwa in Gruppen, die sich dem Tango und anderer Musik Lateinamerikas widmen, und natürlich ist von ihm auch Jazziges und sogar Pop in weiterem Sinn zu hören. Vor allem aber zählt er zu den international tätigen Interpreten für Saxophonparts in klassischer Musik bei Aufführungen großer Sinfonie- und Opernorchester, so in Maurice Ravels „Boléro“ und Massenets Oper „Werther“. In dieser Klassikdisko lernen wir ihn in dieser Rolle kennen. Außerdem hören wir sein Saxophon in Kombination mit einer Kirchenorgel.

Ulmer Gala der Stimmen

Klassikdisko am 15. November 2016: Beim Blick in die Ulmer Konzertprogramme stellt man fest, das Angebot an klassischer Musik mit großen Orchesterbesetzungen, wie sie das Publikum schätzt, früher reichhaltiger war. Das Philharmonische Orchester Ulm wagte Programme mit ungewöhnlicher und auch mit Zeitgenössischer Musik. Außerdem wurden besondere Extras geboten wie etwa die bei einer Klassikdisko in einem Beispiel schon vorgestellten Karajan-Gedächtniskonzerte. Ein anderes zusätzliches Angebot waren die „Ulmer Galas der Stimmen“ von denen wir in dieser Sendung Ausschnitte aus dem Jahr 2000 hören werden. Vokalsolisten sind dabei die Sopranistin Lisa Livingston und der Tenor Jorge Perdigón.

Das Sirius Quartet und Gregor Huebner

Klassikdisko am 18.10. um 11 Uhr: Das Sirius Quartet aus New York und sein Leiter, der aus Schwaben stammende Geiger und Pianist Gregor Huebner, haben in den vergangenen Jahren mehrfach in Ulm gespielt. Das Besondere ist, dass dieses „klassische“ Streichquartett auch improvisiert. Voriges Jahr war es im Café Animo mit dem Ulmer Trompeter Joo Kraus als Gast und 2010 bei einem Konzert im HfG-Archiv zu hören. Huebner ist im Animo auch mit seiner Gruppe „El Violin Latino“, im Stadthaus als Duo-Partner des Jazzpianisten Richie Beirach und er selbst schon als Pianist in Ulm präsent gewesen. Also: der in Stuttgart geborene und in Fronreute aufgewachsene heutige New Yorker ist fast schon ein Ulmer Musiker. Nun stellen wir ihn auch als Komponisten vor.

Der Dirigent Philippe Jordan

Am 20. September 2016 dreht sich in der Klassikdisko alles um Philippe Jordan aus Zürich. Er war 20 Jahre alt, als er 1994 am Ulmer Theater Assistent von GMD James Gähres und Korrepetitor wurde. Als solcher begleitete er die Opernsänger beim Einüben ihrer Partien am Klavier. Zwei Jahre später übernahm er die Stelle des Ersten Kapellmeisters. 20 Jahre später war er schon Chefdirigent der Wiener Symphoniker und bereits seit fünf Jahren musikalischer Direktor der Pariser Oper.
Wenn das einmal keine Blitzkarriere ist!

Doch in dieser Klassikdisko lernen wir auch den Vater des jungen Kultstars kennen: Armin Jordan, einer der bedeutendsten Musiker der Schweiz und langjähriger Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande.

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Sendezeit

Dienstags 11.00 – 12.00 Uhr 4wöchig, nächste Sendung am 05.03.2019

Sendet seit

30. Mai 2016

Redaktion

Günter Buhles
Ulrich Wiederspahn

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