Alles auf
einen Blick

Programm

Sendungsblog

Klassikdisko

Podcast (RSS)

Der Titel Klassikdisko bedeutet zunächst nur, dass in der Sendung Aufnahmen von sog. Klassik auf Tonträger gespielt werden. Wo immer es möglich ist, wird ein Bezug zu Ulm oder zu auch in Ulm relevanten Themen hergestellt. Dies geschieht teilweise mit in der Stadt selbst gemachten Aufnahmen oder mit Tonträger-Produktionen, an denen Ulmer oder Ex-Ulmer Musiker beteiligt sind. Ab und zu sollen auch Künstler, die keinen direkten Bezug zu Ulm haben, im Mittelpunkt stehen. Die Persönlichkeit und die Arbeit dieser Musiker – seien es SängerInnen, Instrumentalisten, Dirigenten oder Komponisten – werden dargestellt mit Musikbeispielen. Die betreffenden Tonträger-Aufnahmen werden dabei auch näher benannt, jedoch ohne Angabe der Labels. Es geht weder um ein „Best of …“ noch um aktuelle Neuheiten. In der Klassikdisko ist also auch Tanzen nicht vorgesehen, es sei denn der Hörer fühlt sich beim Erklingen des Openers von dessen Walzertakt angeregt.

Sendungsblog

Leonard Bernstein

Die Klassikdisko im Monat April ist dem Dirigenten Leonard Bernstein gewidmet. Viele Musikfreunde – so auch der heutige Moderator – halten den 1918 geborenen und 1990 gestorbenen Amerikaner für den bedeutendsten Orchesterleiter im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Studium der Fächer Klavier, Komposition und Dirigieren feierte er einen schlagartigen Durchbruch als Dirigent, als er am 14. November 1943 kurzfristig bei einem Konzert der New Yorker Philharmoniker für den erkrankten Bruno Walter einsprang. Eine internationale Karriere schloss sich an, und 1957 wurde er selber Chef dieses Orchesters. Doch Bernstein war mehr: ein bedeutender Komponist des Musiktheaters, ein Sinfoniker und – in Vorlesungen und TV-Sendungen - ein großartiger Musikvermittler und Lehrer.

Die Klassikdisko wird moderiert von Günter Buhles.

Mal was Anderes...

Die Klassikdisco zeigt in der nächsten Sendung ganz außergewöhnliche Seiten der Klassischen Musik(er).
Die bizarre Behauptung, Beethoven habe den Boogie Woogie erfunden steht im Raum, was kann ein Filmmusikkomponist noch so schaffen, wenn er möchte, wer hat die erste Filmmusik geschrieben und welche Persönlichkeiten sind unbekannte Allroundgenies? Ulrich Wiederspahn zeigt unbekannte Musik, heimliche Komponisten und ungewöhnliche Besetzungen.

Daniel Barenboim

Der nächste Künstler in unserer Klassikdisko-Reihe über bedeutende Orchesterleiter ist der Dirigent Daniel Barenboim. An der Staatsoper Unter den Linden in Berlin ist er Generalmusikdirektor, doch er ist weit darüber hinaus international tätig. Etwa gründete er 1999 das West-östliche Divan-Orchester mit jungen israelischen und arabischen Musikern. Barenboim engagiert sich für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt. Auch die in dieser Sendung zu hörende Musik hat einen politischen Akzent: Am 21. November 1989, kurz nach Öffnung der Berliner Mauer dirigierte er in einem Gratiskonzert für die Bürger der DDR in der Philharmonie die siebte Sinfonie von Ludwig van Beethoven und dessen Klavierkonzert Nr. 1, in dem er selbst auch den Solopart spielte.

Moderiert wird die Sednung von Günter Buhles.


Naturgeräusche in der Klassik

Vogelgezwitscher, Wasserrauschen, Wind in den Wäldern und die Laute verschiedener Tiere inspirierten Musiker vieler Jahrhunderte, vom Barock bis zum Expressionismus. Die Geräusche der Natur sind in jeder Epoche und in jeder Gattung zu finden, von großen Sinfonien bis hin zu Kunstliedern und Solostücken. Smetanas "Moldau" oder Saint-Saens´ "Karneval der Tiere" dürften wohl zu den bekanntesten Werken zählen, die das Plätschern eines Baches oder die Laute verschiedener Tiere in einem ganz normalen Konzertsaal erklingen lassen.

Ulrich Wiederspahn zeigt die unterschiedlichsten Naturgeräusche in der Musik; unter anderem in Ausschnitten aus folgenden Werken:

Beethoven: Sinfonie Nr. 6 Pastorale
Mussorgski: Bilder einer Ausstellung
Grieg: Peer Gynt Suite
Schubert: Schwanengesang
Rameau: La Poule
Rossini: Katzenduett
Liszt: Konzertetüde "Waldesrauschen"

Der Dirigent Hermann Scherchen

Als Dirigent war Hermann Scherchen (1891 – 1966) für unkonventionelle Interpretationen bekannt. So existiert eine Aufnahme der fünften Sinfonie von Gustav Mahler, in welcher Scherchen erhebliche Striche in der Partitur vornahm (möglicherweise, um eine einstündige Radioübertragung zu ermöglichen). Auch gehörte er zu den Ersten, die Beethovens Metronomangaben schneller Tempi ernst nahmen, was auf einigen seiner Aufnahmen zu hören ist. Zu seinen Schülern gehörten Karl Amadeus Hartmann, Ernest Bour, Bruno Maderna, und Luigi Nono. In der Klassikdisko zeichnen wir seinen Lebenslauf nach und stellen seine oben erwähnte Interpretation von Mahlers fünfter Sinfonie vor.

Die Philharmonischen Konzerte unter GMD James Allen Gähres

Nachdem in der vorigen Sendung über den „Taktstock als Werkzeug des Dirigenten° verhältnismäßig viel Sprache, doch wenig Musikstücke zu hören waren, bietet die Klassikdisko über den bis 2011 am Ulmer Theater engagierten Generalmusikdirektors James Allen Gähres heute viele Werke. Der Amerikaner war nicht nur ein in Ulm sehr beliebter Dirigent, sondern bei seinen Konzerten mit dem Philharmonischen Orchester im CCU begründete er auch erst den heutigen Status, von dem sein Nachfolger Timo Handschuh profitiert. Wir greifen auf ein Doppelalbum des Ulmer Theaters zurück und legen heute zunächst nur die erste CD auf, die Werke von Peter Tschaikowski und Richard Strauss enthält.

Der Taktstock, das Werkzeug des Dirigenten

Wenn ein Dirigent vor ein Orchester tritt und seinen Taktstock hebt, dann ist bei den Musikern höchste Aufmerksamkeit angesagt. Die Zuhörer im Saal sind mehr oder weniger gespannt, was gleich folgt. Gut, aber was hat es mit diesem Werkzeug auf sich? Wie ist seine Geschichte, was gab es darin Besonderes, vielleicht auch Lustiges, sogar Tragisches oder Paradoxes? Soviel darf verraten werden: Als „Erfinder“ gilt der Beethoven-Zeitgenosse Louis Spohr. Kollegen Spohrs in der Doppelrolle als Komponist und Dirigent waren Wagner, Brahms, Mahler und Strauss, und um sie und weitere Musiker soll es in der mit vielen Berichten aufwartenden Klassikdisko gehen. Doch außer „News“ wird auch Musik von „Disks“ abgespielt.

Klassikdisko am 22. August 2017 - Kammeroper Die Judenbuche

Wir gehen in die Oper! Anfang des Jahres 2003 wurde im Podium des Ulmer Theaters eine Bearbeitung der Novelle „Die Judenbuche“ der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 – 1848) gespielt, also vertonte Schullektüre. Denn dieser Krimi aus der Epoche der Romantik wird heute noch im Deutschunterricht an den Schulen gelesen. Die in Münster geborene Schriftstellerin, die übrigens auch Musik komponiert hat, lebte lange Zeit in Meersburg am Bodensee, wo sie in ihrem Haus gestorben ist. Das Libretto der Kammeroper richtet sich weitgehend nach der Novelle über den jugendlichen Halbwaisen Friedrich Mergel, der zum Mörder an dem jüdischen Händler Aaron wird.

Hip Hop und Klassik – oder Sprache als Musik

Klassikdisko „Hip Hop und Klassik – oder Sprache als Musik“ am 25. Juli 2017

Wiiiie? Hip Hop und Klassik?! Gibt’s doch nicht!
Nee? Aber Sprache – ein anderes, ein englisches Wort dafür: Rap (to rap out = ausstoßen) – kann auch zu Musik werden, wenn ihr Klang genau in diesem Sinn eingesetzt wird.
In der Sendung am 25. Juli treten zwei Klassikdiskjockeys an: Dominic Köstler und Günter Buhles. Der Eine kennt sich aus mit Hip Hop und Rap. Der Andere hat sich mit Sprache in klassischer Musik befasst, und zwar Sprache als Klang, nicht als sogenannter Belcanto. Jeder der Beiden bringt Aufnahmen seiner Art von Sprachmusik mit. Dominic zum Beispiel Sachen von Sugar Hill oder Layle Carner, Günter unter anderem Stücke von Arnold Schönberg und Helmut Lachenmann. Dann wird verglichen! Ganz locker …

El Violin Latino

Diese Klassikdisko am 27. Juni 2017 auf Radio Free FM ist der Gruppe „El Violin Latino“ gewidmet mit einem Programm aus Crossover-Musik. Denn „El Violin Latino“ bietet neben Stücken der eigenen Mitglieder auch stets Kompositionen von Musikern aus anderen Sphären wie dem Tango, der nicht nur als argentinische Volksmusik, sondern auch als klassische Musik gilt bei Namen wie Astor Piazzolla, Anibal Trollo aus Buenos Aires oder Raul Jaureno aus Uruguay. „El Violin latino“, die schon im Ulmer Café Animo live zu hören waren, sind etwas Besonderes: Klaus Muelller, Klavier, Veil Huebner, Bass, Bobbi Fischer, Arrangeur, und der in einer früheren Klassikdisko näher vorgestellte Gregor Huebner, Violine, sind zusammen mit lateinamerikanischen Spezialisten ein internationales Projekt. Jetzt wartet die Gruppe mit ihrer dritten CD unter dem Titel „The Cuban Volume“ auf.

Seiten

Klassikdisko abonnieren

Sendezeit

Dienstags 11.00 – 12.00 Uhr 4wöchig, nächste Sendung am 05.03.2019

Sendet seit

30. Mai 2016

Redaktion

Günter Buhles
Ulrich Wiederspahn

Podcast Archiv

Für diese Sendung sind keine Podcasts vorhanden.