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Jeden Mittwoch um 10.30 Uhr wird etwa eine halbe Stunde lang aus Werken von Autoren quer über den Globus verteilt gelesen. Da fehlt nur noch das Kaminfeuer, die Kuscheldecke und der heisse Kakao.

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Arthur Schnitzler: Eine kleine Komödie (Teil 1,2,3)

Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Später eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. Freud achtete Schnitzler sehr, wie aus dem folgenden Zitat deutlich wird: ,Ich habe mich oft verwundert gefragt, woher Sie diese oder jene geheime Kenntnis nehmen konnten, die ich mir durch mühselige Erforschung des Objekts erworben, und endlich kam ich dazu, den Dichter zu beneiden, den ich sonst bewundert. So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung - all das wissen, was ich in mühsamer Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe." [16:16, 19.12.2022] Lorena: In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Arthur Schnitzler: Eine kleine Komödie (Teil 1,2,3)

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Arthur Schnitzler: Erbschaft; Der Fürst ist im Hause

Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Später eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. Freud achtete Schnitzler sehr, wie aus dem folgenden Zitat deutlich wird: ,Ich habe mich oft verwundert gefragt, woher Sie diese oder jene geheime Kenntnis nehmen konnten, die ich mir durch mühselige Erforschung des Objekts erworben, und endlich kam ich dazu, den Dichter zu beneiden, den ich sonst bewundert. So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung - all das wissen, was ich in mühsamer Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe." [16:16, 19.12.2022] Lorena: In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Arthur Schnitzler: Erbschaft; Der Fürst ist im Hause

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Anton Cechov: Ja, das Publikum; der Tod des Beamten

Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog , Südrussland geboren. Er starb 1904 in Badenweiler im Sanatorium an Tuberkolose. Er entstammte einer kleinbürgerlichen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. Chechov war ein Zeitgenosse von Mark Twain, die kulturellen und sozialen Hintergründe sind aber sehr unterschiedlich. Beide Autoren schrieben groteske Erzählungen, für die damalige Zeit etwas Neues. Zunächst schrieb Cechov Geschichten für Zeitungen und finanzierte damit seine Familie. Daher gewöhnte er sich an, möglichst präzise und kurz die Situationen zu schildern. Soweit es unter den Bedingungen der zaristischen Zensur möglich war, schildert Cechov in sehr dichten, eindringlichen Szenen das soziale und moralische Elend der Besitzenden und der kleinen Leute. Er will mit seinen Erzählungen und auch seinen Dramen aufrütteln, ohne allerdings Alternativen aufzuzeigen, anders als seine Zeitgenossen Gorki und Tolstoi. Er selbst war sozial sehr aktiv: Er stiftete Schulen, behandelte als Arzt arme Patienten kostenlos und unternahm eine ungeheuer anstrengende Reise durch ganz Sibirien, um das Elend der Sträflinge auf der Insel Sachalin zu dokumentieren.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Anton Cechov: Ja, das Publikum; der Tod des Beamten

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

 

Anton Cechov: Rothschilds Geige

Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog , Südrussland geboren. Er starb 1904 in Badenweiler im Sanatorium an Tuberkolose. Er entstammte einer kleinbürgerlichen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. Chechov war ein Zeitgenosse von Mark Twain, die kulturellen und sozialen Hintergründe sind aber sehr unterschiedlich. Beide Autoren schrieben groteske Erzählungen, für die damalige Zeit etwas Neues. Zunächst schrieb Cechov Geschichten für Zeitungen und finanzierte damit seine Familie. Daher gewöhnte er sich an, möglichst präzise und kurz die Situationen zu schildern. Soweit es unter den Bedingungen der zaristischen Zensur möglich war, schildert Cechov in sehr dichten, eindringlichen Szenen das soziale und moralische Elend der Besitzenden und der kleinen Leute. Er will mit seinen Erzählungen und auch seinen Dramen aufrütteln, ohne allerdings Alternativen aufzuzeigen, anders als seine Zeitgenossen Gorki und Tolstoi. Er selbst war sozial sehr aktiv: Er stiftete Schulen, behandelte als Arzt arme Patienten kostenlos und unternahm eine ungeheuer anstrengende Reise durch ganz Sibirien, um das Elend der Sträflinge auf der Insel Sachalin zu dokumentieren.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Anton Cechov: Rothschilds Geige

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Anton Cechov: Vom Regen in die Traufe

Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog , Südrussland geboren. Er starb 1904 in Badenweiler im Sanatorium an Tuberkolose. Er entstammte einer kleinbürgerlichen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. Chechov war ein Zeitgenosse von Mark Twain, die kulturellen und sozialen Hintergründe sind aber sehr unterschiedlich. Beide Autoren schrieben groteske Erzählungen, für die damalige Zeit etwas Neues. Zunächst schrieb Cechov Geschichten für Zeitungen und finanzierte damit seine Familie. Daher gewöhnte er sich an, möglichst präzise und kurz die Situationen zu schildern. Soweit es unter den Bedingungen der zaristischen Zensur möglich war, schildert Cechov in sehr dichten, eindringlichen Szenen das soziale und moralische Elend der Besitzenden und der kleinen Leute. Er will mit seinen Erzählungen und auch seinen Dramen aufrütteln, ohne allerdings Alternativen aufzuzeigen, anders als seine Zeitgenossen Gorki und Tolstoi. Er selbst war sozial sehr aktiv: Er stiftete Schulen, behandelte als Arzt arme Patienten kostenlos und unternahm eine ungeheuer anstrengende Reise durch ganz Sibirien, um das Elend der Sträflinge auf der Insel Sachalin zu dokumentieren.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Anton Cechov: Vom Regen in die Traufe

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Anton Cechov: Das schwedische Zündholz

Anton Cechov wurde 1860 in Taganrog , Südrussland geboren. Er starb 1904 in Badenweiler im Sanatorium an Tuberkolose. Er entstammte einer kleinbürgerlichen Familie und war Arzt von Beruf, betrieb Medizin jedoch fast ausschließlich ehrenamtlich. Gleichzeitig schrieb und publizierte er zwischen 1880 und 1903 insgesamt über 600 literarische Werke. International ist Tschechow vor allem als Dramatiker durch seine Theaterstücke wie Drei Schwestern, Die Möwe oder Der Kirschgarten bekannt. Mit der für ihn typischen, wertneutralen und zurückhaltenden Art, Aspekte aus dem Leben und der Denkweise der Menschen in der russischen Provinz darzustellen, gilt Tschechow als einer der bedeutendsten Autoren der russischen Literatur. Chechov war ein Zeitgenosse von Mark Twain, die kulturellen und sozialen Hintergründe sind aber sehr unterschiedlich. Beide Autoren schrieben groteske Erzählungen, für die damalige Zeit etwas Neues. Zunächst schrieb Cechov Geschichten für Zeitungen und finanzierte damit seine Familie. Daher gewöhnte er sich an, möglichst präzise und kurz die Situationen zu schildern. Soweit es unter den Bedingungen der zaristischen Zensur möglich war, schildert Cechov in sehr dichten, eindringlichen Szenen das soziale und moralische Elend der Besitzenden und der kleinen Leute. Er will mit seinen Erzählungen und auch seinen Dramen aufrütteln, ohne allerdings Alternativen aufzuzeigen, anders als seine Zeitgenossen Gorki und Tolstoi. Er selbst war sozial sehr aktiv: Er stiftete Schulen, behandelte als Arzt arme Patienten kostenlos und unternahm eine ungeheuer anstrengende Reise durch ganz Sibirien, um das Elend der Sträflinge auf der Insel Sachalin zu dokumentieren.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Anton Cechov: Das schwedische Zündholz

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Jack London: Wolfsblut (Teil 1,2)

Jack London wurde 1876 in San Francisco geboren. Er musste schon als Jugendlicher täglich bis zu 18 Stunden arbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu finanzieren. Er war Austernfischer, Robbenjäger, Goldsucher und begann auch ein Studium in Berkley, in dem er Kurse in Englisch, Geometrie, Amerikanische Geschichte und Physik belegte. Er brach das Studium jedoch nach einem Semester ab, um die Familie durch Arbeit in einer Wäscherei finanziell zu unterstützen. Schon als Kind las er Romane und besorgte sich Literatur aus öffentlichen Bibliotheken. Sein größter literarischer Erfolg war der Roman "Ruf der Wildnis" (Wolfsblut). 1916 verstarb er im Alter von 40 Jahren. Eine ausführlichere Biografie ist im Podcast zu hören.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Jack London: Wolfsblut (Teil 1,2)

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Arthur Schnitzler: Der Sohn

Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Später eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. Freud achtete Schnitzler sehr, wie aus dem folgenden Zitat deutlich wird: ,Ich habe mich oft verwundert gefragt, woher Sie diese oder jene geheime Kenntnis nehmen konnten, die ich mir durch mühselige Erforschung des Objekts erworben, und endlich kam ich dazu, den Dichter zu beneiden, den ich sonst bewundert. So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung - all das wissen, was ich in mühsamer Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe." [16:16, 19.12.2022] Lorena: In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Arthur Schnitzler: Der Sohn

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Arthur Schnitzler: Der Witwer

Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Später eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. Freud achtete Schnitzler sehr, wie aus dem folgenden Zitat deutlich wird: ,Ich habe mich oft verwundert gefragt, woher Sie diese oder jene geheime Kenntnis nehmen konnten, die ich mir durch mühselige Erforschung des Objekts erworben, und endlich kam ich dazu, den Dichter zu beneiden, den ich sonst bewundert. So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung - all das wissen, was ich in mühsamer Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe." [16:16, 19.12.2022] Lorena: In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Arthur Schnitzler: Der Witwer

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

Arthur Schnitzler: Ehrentag (Teil 1,2)

Geboren am 15. Mai 1862 in Wien; gestorben am 21. Oktober 1931 in Wien. Sein Vater Johann Schnitzler, aus einer einfachen jüdischen Familie stammend, kam über Budapest nach Wien, heiratete in eine prominente Familie ein und wurde ein angesehener Arzt als Leiter der Allgemeinen Poliklinik. Sein Sohn Arthur studierte ebenfalls Medizin (Promotion 1885). Er arbeitete an der Zeitschrift 'Internationale Klinische Rundschau' mit und interessierte sich schon früh für Psychologie. Als Sekundararzt bei dem Psychiater Theodor Meynert setzte er Hypnose und Suggestion experimentell ein. Später eröffnete er eine Privatpraxis, die er mit zunehmender literarischer Tätigkeit immer mehr einschränken mußte, aber nie ganz aufgab. Schnitzler wird häufig als literarisches Pendant Sigmund Freuds bezeichnet. Freud achtete Schnitzler sehr, wie aus dem folgenden Zitat deutlich wird: ,Ich habe mich oft verwundert gefragt, woher Sie diese oder jene geheime Kenntnis nehmen konnten, die ich mir durch mühselige Erforschung des Objekts erworben, und endlich kam ich dazu, den Dichter zu beneiden, den ich sonst bewundert. So habe ich den Eindruck gewonnen, daß Sie durch Intuition - eigentlich aber infolge feiner Selbstwahrnehmung - all das wissen, was ich in mühsamer Arbeit an anderen Menschen aufgedeckt habe." [16:16, 19.12.2022] Lorena: In seinen Dramen und Novellen, die oft die revolutionäre Erzähltechnik des 'Inneren Monologs' verwenden, bringt Schnitzler das Unterbewusstsein seiner Figuren unmittelbar und drastisch zum Vorschein. Aufgrund seiner kompromißlosen Darstellung war Schnitzler immer wieder heftigen Angriffen ausgesetzt; sein Einakterzyklus »Der Reigen« (1900 als Privatdruck) provozierte den Vorwurf der Pornographie und weil er das militärische Ritual des Duells im »Leutnant Gustl« (1899) lächerlich gemacht und damit den militärischen Ehrenkodex verletzt hatte, wurde dem Dichter sein Reserveoffiziersrang als "k.u.k. Oberarzt in Evidenz" aberkannt. Nach der Trennung von seiner Frau Olga 1921 erzog Schnitzler Sohn Heinrich und Tochter Lili alleine. Lilis Selbstmord im Jahr 1928 erschütterte ihn tief. Er starb drei Jahre später an den Folgen eines Gehirnschlags.

Literaturbrunch Redakteur und Moderator Klaus Reibisch liest: Arthur Schnitzler: Ehrentag (Teil 1,2)

Die Lesung ist ein Live-Mitschnitt von Lesungen des Literaturbrunches im Radio free FM. Die Livesituation ist für Lesungen nicht optimal. Sie hören im Hintergrund Straßengeräusche und das Knarren von Holzdielen, manchmal auch die Glocken des Ulmer Münsters.

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15. Nov. 2017

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Klaus Reibisch