Nachtleben

Über Clubkultur und Lyrik

...Ich stell mir das so vor, du gehst da also leicht angetrunken hin, weil Alkohol ist ja teuer, und man ist ja jung, und hat kein Geld, also hast du davor den Wein für 2 Euro aus dem Supermarkt mit deinen FreundInnen gekippt, oder irgendwelche Kräuterschnäpse in ekelhaft grünen Verpackungen, dazu 1-2 Zigaretten, oder Vapes und rauf auf die Tanzfläche....

So oder so ähnlich stellt sich unser Redakteur Franz, das "Feiern gehen" vor.  Vielleicht weil er selbst nicht gerade dafür bekannt ist als Partyhengst durch die Clubs zu ziehen. Ganz anders sieht das bei Lilian aus, denn die schlägt sich gerne Nächte um die Ohren und steht mit Kopfweh im Studio. Was die beiden immerhin gemeinsam haben: Sie schreiben gerne Gedichte.

Zwei Themen, zwei Menschen, eine Sendung: heute geht es um Clubkultur und Lyrik. Wie das zusammenpasst? ..ihr werdet schon sehen..ähm hören natürlich! 

einschalten, am 19.03.2026 von 13:00 - 16:00 Uhr auf der 102,6 MHz und im Livestream

1 Jahr Lockdown - Gibt es Grund zu feiern?

Quelle Frau Berger Facebook

Leider werden Klubbetreiber*innen und deren Angestellte im öffentlichen Diskurs über die Betroffenen in der Pandemie oft vernachlässigt. Das Nachtleben und ihre Akteur*innen sind Teil der Kultur und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor einer Stadt. Es ist schwer dokumentierbar, warum Menschen in eine Stadt ziehen um dort zu leben. Jedoch ist klar, je vielfältiger das Nachtleben einer Stadt ist, umso attraktiver ist diese.  
Während einer Pandemie weist wahrscheinlich gerade jede Stadt die gleiche Unattraktivität auf. Umfragen von Radio free FM haben ergeben, das gerade Menschen zwischen 20- 45 Jahren das Nachtleben sehr vermissen und sehnlichst darauf warten, bis man endlich wieder hemmungslos in Klubs und Bars den Stress der Woche vergessen lassen kann.
Die Angestellten der Klubs und Bars sind meist Studierende die auf Basis eines Minijob ihr BAföG in der Gastronomie aufstocken müssen. Selbständige DJ´s trifft es in der Pandemie sehr hart, wenn Sie keine alternative warnehmen können, denn in Ihrem Arbeitsbereich können seit März 2020 keine Jobs angeboten werden. Nothilfen werden zu spät oder nur Teilweise ausbezahlt.
Aber wann geht es wieder los?- Das kann keiner so genau sagen. Jeder Veranstaltungsort braucht unterschiedliche Lösungen für "das zurück zur Normalität" und hat auch andere Möglichkeiten entwickelt, wie er die Pandemie übersteht. Deswegen waren wir unterwegs und wollten genau wissen, wie es um die Ulmer Klublandschaft steht und haben mit den Besitzer*innen von Fraub Berger, Gleis 44 und Theatro gesprochen.

Video:

 

Weitere ausführliche Interviews im Überblick:
Karin Brugger - Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Ulm7 Aalen/ Göppingen
Jessica Hengstberger & Joe Hochberger - Frau Berger
Samuel Rettig & Raffael Schmidt - Gleis 44
Mario Schneider - Theatro

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