Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Friederike Mayröcker

Ich bin ihn leid, den Verstand

So beginnt ein Gedicht von Fernando Pessoa, "was brauchst du" eines von Friederike Mayröcker - beide am Dienstag in "Klassisch modern" zu hören. Dazu Texte von u.a. Tomas Tranströmer, Alexander Trocchi und Walter Bauer. Musikalisch sind die Allman Bros. mit von der Partie, David Knopfler, James Walsh, King Crimson und viele mehr.

virtuelle gymnastik

.... wäre doch auch eine Lösung. Besser als sich in den musikberieselten Schwitzbuden quälen. Gerhard Rühm sagt uns - in seinem gleichnamigen Gedicht - wie das geht. Musikalisch gehts gleich im selben Tenor weiter: Mystic Prophecy ächzen "You keep me hanging on", was wiederum Dorothea Grünzweig zu einem "gespräch zu treuen händen" veranlasst. Weitere Texte u.a. von Friederike Mayröcker und Musik von den Eagles, Eric Clapton u.a.

 

 

Zauberlehrlings Geburtstag

Am 28. August hat Goethe Geburtstag. Mit "Fuck you" als Gruß könnte er wohl eher wenig anfangen, und es würde ihm auch nichts fehlen. Was fehlt, sind vielleicht manche Lehren, die man aus seiner Ballade "Der Zauberlehrling" längst hätte ziehen können. Doch es müssen ja nicht immer Lehren sein, der "Zauberlehrling" ist auch rhythmisch ein sehr gutes Gedicht, und deshalb wird es in dieser Sendung gelesen - neben Texten von Sylvia Plath, Judith Hennemann, Virgilio Masciadri, Antonio Tabucchi, Friederike Mayröcker u.a.

Literatur auf Rätoromanisch

Darum geht es schwerpunktmäßig in der Sendung am Dienstag: Die verdienstvolle Dresdener Literaturzeitschrift SIGNUM widmet der rätororomanischen Literatur einen großen "Exkurs". Daraus gibt es einige Proben zu hören. Immer lesens- und hörenswert sind auch Texte von Friederike Mayröcker, von Michel Houellebecq und von Dorothea Grünzweig. Also ran ans Gerät am Dienstag zur besten Hörfunkzeit um 11!

Wer ist der Mann?

Josef K. ist alarmiert. "Wer ist der Mann?" ruft er Leni zu, aus gegebenem Anlass. Für einen Augenblick tritt sogar sein "Process" in den Hintergrund... Weitere Texte von Stevie Smith, Fernando Pessoa, Georg Trakl, Sylvia Plath und Friederike Mayröcker. Musikalisch lugt schon der Frühling hervor: "Krokus" mit "Screaming in the Night", flankiert von Mark Knopfler, Kate Bush u.a.

parlando mit le phung

Aus dem gleichnamigen Buch von SAID gibt es in der 145.Sendung am Dreikönigstag die erste Kostprobe. Weitere Texte von Beckett ("Das letzte Band"), Friederike Mayröcker, Tomas Tranströmer u.a. Zwei Sonette von Rilke sind ebenfalls vorgesehen. Dazwischen Musik von Keith Richards, Maceo Parker, Yusef Lateef, Amy Winehouse u.a.

Die dumme Frau

Die gleichnamige Kurzgeschichte stammt von Bertolt Brecht. Weitere Texte von Fernando Pessoa, Friederike Mayröcker und natürlich gibt es einen weiteren Abschnitt aus Kafkas "Process". Im Musikteil diesmal Tab Two, Humble Pie, Seal, Donna Summer und Emerson Lake and Palmer

Im Regen trifft man tote Hunde

Das Gedicht, das die 122. Folge von "Klassisch modern" betitelt, stammt von Thomas Steiner, einem Autor aus Neu-Ulm, der 2013 einen sehr schönen Gedichtband beim Berliner Hochroth Verlag publiziert hat. Hölderlin dagegen war es nicht vergönnt, zu seinen Lebzeiten einen Band mit eigenen Gedichten herauszubringen - von ihm diesmal im Programm der "Brief an Niethammer" aus dem Jahr 1801. Und von Hofmannsthal, dessen "Rosenkavalier" derzeit am Theater Ulm gespielt wird, das Gedicht "Terzinen IV" , entstanden 1894.

Spülstein - aus dem "Geschmacksverstärker"

Thomas Kling war ein sehr origineller und innovativer Lyriker, von ihm ist das im Titel genannte Gedicht zu hören. Weitere Gedichte stammen von Friederike Mayröcker und Ted Hughes. Jonathan Swift hat lange vor seinem Tod einen launigen Nachruf auf sich selbst verfaßt - in dieser Sendung wird aus der deutschen Übersetzung gelesen. Uwe Johnson und Fernando Pessoa (der am 30. 11. Geburtstag hätte) steuern "unruhige" Prosa bei. Und es gibt wie immer Musik: Jimi Hendrix-Kompositionen als Reggae zum Beispiel.

Hölderlins Herbstfeier

Die 1800 entandene Elegie steht im Zentrum der Sendung, in der musikalisch das erste Album von Emerson, Lake and Palmer vorgestellt und fast zur Gänze auch gespielt wird. Hier hat Keith Emerson klassische Stücke , z.B. von Bartok ("The Barbarian"), Bach und Janacek neu interpretiert - wie später noch bei Mussorgskys "Pictures at an Exhibition". Aber auch Greg Lake-Titel wie "Take a Pebble" und "Lucky Man" sind stets hörenswert - erst recht im Zusammenhang des Albums. Darauf, wie diese Musik zu Hölderlins Versen paßt, bin ich selber gespannt.

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