Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

bassorientiert

Coming Up Soon | 24.9.2011 | Long acting neuroleptic

Liebhaber von Underground Dance Music!

Was hat Yvonne – die entlaufende Kuh – und Progdorf gemeinsam? Nun, beide wurden auf einen „Trip“ geschickt, mit einem Mittel der Kategorie „long acting neuroleptic“: Die Kuh wurde von Professor Henning Wiesner narkotisiert - wir lauschten Pole Folder.

Wer unsere Sendung kennt weiß, daß wir eine Schwäche für Pole Folder haben. Was heißt da Schwäche: Sein musikalisches Wirken als DJ, Musiker und Label-Chef trifft bei uns voll ins Schwarze. Und umso schwärzer wurde uns vor Augen, als wir seinen Mix hörten, den er als „Artist of the week“ für ein Musikradio ablieferte. Trotz 130 BPM kommt es einem vor, als würde eine depressive Elektro-Schnecke in ihr House kriechen. No Schleim - but super creepy! How does that go?

Well, it goes! Und dieses Erlebnis möchten wir nun mit unseren Hörern teilen und spielen seinen Mix. Den Beipackzetteln (sprich: Playlist) zum Mittel veröffentlichen wir Montag ab 20 Uhr bei progdorf.de.

Bereit für den Trip de la Folder? Dann schaltet ab Mitternacht UKW 102,6 ein oder lauscht über den Internet-Livestream bei www.freefm.de. Denn Pole Folder ist der Hammer. Sein Sound ist einzigartig. Freut Euch auf eine 120 minütige (Traum-)Reise durch die elektronische Tanzmusik!

Herzlichst

Progdorf

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Foto: Jörg Graßdorf, © 2011

Coming Up Soon | 10.9.2011 | Wiedergeburt

Liebhaber von Untergrundtanzmusik!

Der 14. Oktober 1994 war ein großartiger Tag für die Underground Dance Music. Denn an diesem Tag erschien das Album „Renaissance – The Mix Collection – Sasha & John Digweed“. Es war (mit) die erste DJ-Mix-Compilation, in der House und Trance nahtlos ineinander verwoben wurde, was für jene Zeit ein absolutes Novum darstellte und entsprechendes Aufsehen erregte.

Doch auch Jahrzehnte später galt bzw. gilt dieses Werk als „The best Mix CD ever“ (Loaded, 12/2004). Anderer sprechen von „A slice of dance music history“ (IDJ, 11/2004) oder von “Benchmark” (Digweed). Wieso, weshalb, warum erfahrt ihr in der kommenden Ausgabe von Progdorf.

Und weil auch 10 Jahre nach Erscheinen ein Hype um das Werk herrschte, brachte das Label eine „10th Anniversary Limited Edition“ heraus: optisch und tontechnisch überarbeitet – aber nicht nur. Weshalb wir hier von Wiedergeburt sprechen und die kommenden 120 Minuten daraus speisen werden.

Doch soviel sei gesagt: Es geht hier um Musik aus dem Jahre 1993! Und einige Titel der Playlist würden wir persönlich nie über den Äther schicken (Stichwort: Geschmacksverirrung). Doch weil wir es als Gesamtkunstwerk begreifen, stellen wir unsere persönlichen Ansprüche mal etwas zurück und hoffen, der geneigte Hörer folgt uns dabei ...

Lust auf Retro? Lust auf Renaissance? Dann schaltet ab Mitternacht UKW 102,6 ein oder lauscht über den Internet-Livestream bei www.freefm.de. Die Playlist zur Wiedergeburt gibt es ab Montag 20 Uhr bei www.progdorf.de. Und wem das noch nicht reicht, dem sei gesagt: von 0 bis 2 Uhr haben wir Sasha und John Digweed am Pult. Zwei Mannen, die Musikgeschichte geschrieben haben - und bis heute noch schreiben. Der 14. Oktober 1994 war eben ein großartiger Tag. Aber nicht für sie, sondern für das Genre der gemixten elektronischen Tanzmusik. Insgesamt.

Herzlichst

Progdorf

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Fotos: Jörg Graßdorf, © 2011

Coming Up Soon | 30.7.2011 | Haifischzahnism

Liebhaber von Underground Dance Music!

In der kommenden Ausgabe bringen wir ein Leftfield Special. Weil der Sound des britischen Duos die Welt der elektronischen Tanzmusik stark prägte und tiefe Spure hinterließ, ist diese Hommage eigentlich längst überfällig. Konkreter Anlaß ist allerdings, daß Neil Barnes alte Mitstreiter um sich geschart hat und - in veränderter Formation (aber leider ohne Paul Daley) – auch diesen Sommer wieder die Festivals dieser Welt beglückt. Unter anderem werden sie Mitte August die Leistungsfähigkeit der PA in Prag und Burgas (Bulgarien) ausreizen und wohl mit ihrem unverwechselbaren Sound die Feiergemeinde an den Rand des Wahnsinns treiben: EBM gepaart mit Dubstep. Wo gibt es denn sowas?

Naja, in der Nacht von Freitag auf Samstag bei Radio free FM: In der ersten Stunde stimmen wir Euch mit einer Auswahl von Titeln ihrer beiden fantastischen Alben „Leftism“ und „Rhythm and Stealth“ ein. Wir starten gechillt und steigern uns dann von Titel zu Titel in Faktor Härte und Geschwindigkeit - um dann den Klang zu treffen, der dann in der zweiten Stunden vorherrschen wird: Knallhart, messerscharf und direkt: Leftfield Live. Denn nicht umsonst ziert das Cover von „Leftism“ ein Haifischgebiß.

Alles klar? Dann schaltet ab Mitternacht UKW 102,6 ein oder lauscht über den Internet-Livestream (oben rechts). Dann heißt es „Haifischzahnism“.

Herzlichst

Progdorf

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Fotos: Jörg Graßdorf, © 2011

Progtip: Audiogate @ Jakobsruhe, NU | 9.7.2011 | 13 - 24 Uhr

Liebhaber der Untergrundtanzmusik!

Progdorf empfiehlt: Das Audiogate Festival am Samstag @ Jakobsruhe, NU. Hier werden globale Stars und lokale Sternchen der Underground Dance Music Scene aufgeboten. Und alleine für Steve Lawler muß man sonst eine halbe Weltreise unternehmen. Ihn für zwei Stunden bei uns zu haben ist das Ticket schon alleine wert. Gewöhnungsbedürftig ist allenfalls die Uhrzeit seines Gigs: 21 bis 23 Uhr. Da stehen viele ja erst auf … Also: Wecker stellen und hingehen!

Das Line-Up geht so:
13:00 – 14:00 Pressure S & Phacid
14:00 – 15:00 Steffen Herb
15:00 – 16:00 M.in & Mucky Pups
16:00 – 17:00 Mathias Schaffhäuser – Live in Concert
17:00 – 18:00 Daniel Steinberg
18:00 – 19:30 Ahmet Sendil
19:30 – 21:00 Kaiserdisco
21:00 – 23:00 Steve Lawler
23:00 – 24:00 Einmusik

Weitere Details gibt es bei http://audiogate-festival.com/category/news/.

Herzlichst

Progdorf

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Foto: Jörg Graßdorf, © 2011

Klein, aber fein | Über die "TentStage" @ SommerTagTraum - aber nicht nur

Wüßten wir es nicht besser, man könnte meinen, der Pabst hält Einzug in Neu-Ulm: „Heute abend wird hier Geschichte geschrieben … gestern noch in Athen, heute abend in Neu-Ulm, seid ihr bereit für den Countdown? …“ Die Menge tobt. Sie ist bereit. Darauf hat sie Stunden gewartet.

Doch was heißt hier Menge? Nach Auskunft eines Verantwortlichen sollen zwischen 16 und 17 Tausend Menschen den „SommerTagTraum“ besucht haben. Besagte Menge also hat sich nun vor der 30 Meter breiten Hauptbühne (Mainstage) versammelt. Sie erwartet den Superstar: David Guetta. Der Rest der Open-Air-Anlage wirkt nun wie ausgestorben. So auch die Zeltbühne (TentStage), in der DJ T. die (undankbare) Aufgabe hat, für eine handvoll Hartgesottener, knarzenden Electro aufzulegen. Dabei ist DJ T. absolut in Ordnung: Gute Musik, gute Technik. Allein es bekommt niemand mehr mit. Denn seit kurz nach 21 Uhr hat keiner mehr ein Ohr für Underground Dance Music. Die Menge fiebert nur noch einem Sound entgegen. Einem Sound, den böse Zungen unreflektiert unter Autoscooter-Schlumpf-Techno subsumieren.

Aber deswegen sind wir ja auch nicht vorort. Nicht für die Mainstage hatten wir uns Knete in den Gehörgang gedrückt. Nein, unsere Aufmerksamkeit galt dem „Second Floor“: Der Zeltbühne. Versprach der Spielplan doch erstklassige Untergrundtanzmusik. Und während wir uns auf dem Areal aufhielten, wurde das auch gehalten. Die Jungs am Mixer sind zwar Namen aus der zweiten Reihe, allerdings von hochkarätigen Labels: Carsten Schuchmann alias Meat, sowie Thomas Koch alias DJ T. von „Get Physical Music“; Tobias Hagelstein alias Ruede Hagelstein von „Souvenir Records“. Und im Vergleich zu den Künstlern der Hauptbühne hatten sie einen großen Vorteil: Die Leute, die den Weg ins Zelt „fanden“, brauchten keine Aufforderung zum Tanz, keine Animation, kein: „Ich will Eure Hände sehen“. Hier gibt man sich dem Beat hin. Hier herrscht House Music - in all seinen Variationen. Hier herrscht Rhythmus. Hier herrscht Baß. Und was für ein Baß!

Noch am Vortag hatten wir bei einer Stippvisite auf dem Gelände die Zeltbühne inspiziert und dem Soundcheck beigewohnt. Das Bassdrum, das in dem 30 Meter breiten Zelt eingepegelt wurde, war so massiv, so „mighty“, daß es das gesamte Areal ausfüllen konnte. Und dann auch ausfüllt. Der Sound der Hauptbühne kommt dagegen beinahe mickrig und flach rüber.

Die TentStage ist quasi der Club des Geländes. Zwar klein, aber fein. Und so fein ist dann auch das Line-Up: Ruede Hagelstein erfüllt unsere Erwartungen. Abgesehen von Soul / Happy / LaLa House, bedient er sich der vollen Bandbreite des Genres: Minimal, Electro, Deep House - ein Ausflug ins ElectroBreakz-Gefilde inklusive. Auch in Punkto Stimmung variiert er sehr; nutzt Breaks dazu, mit einem noch wuchtigeren Baß zurückzukommen. Und anders als Meat – der die Tanzgemeinde eher mit deep / rhythmischem TechHouse fesselt – spielt der Mann aus Berlin auch einige Stücke mit Gesang, was uns persönlich sehr gut gefällt. Ab 21 Uhr versinkt die Zeltbühne leider in Bedeutungslosigkeit. DJ T. kann dafür nix. Er ist Opfer des Spielplans. Und ein Opfer der Technik, denn für Minuten fällt dann auch noch die PA im Zelt aus.

Doch auch die Hauptbühne hält was sie verspricht. Darüber sagen könnten wir einiges, müssen es aber unterlassen - lautet doch das free FM Motto: „Kein Kommerz auf Megahertz.“ Wie dem auch sei: Die Menge ist glücklich. Und darauf kommt es ja an. Und die halbe Tonne Sprengstoff, die zum Großfeuerwerk angekarrt wurde, wird dann auch ihren Beitrag dazu geleistet haben, dieses Open Air für alle zu einem wahren „SommerTagTraum“ zu verwandeln. Auch wenn es klimamäßig eher ein Herbsttag war. Aber so ist eben Ulm / Neu-Ulm. Insider sehen es schon als halbes Wunder an, daß es nicht - wie sonst zu solchen Anlässen üblich – „Hunde und Katzen regnet“. Und sollten am Ende auch noch alle tapferen Heels-Trägerinnen den Rasenparkur unverletzt überstanden haben, wird dieser Tag womöglich doch in die Geschichte der Stadt eingehen. Der Pabst war aber nicht da. Soviel ist sicher.

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Text & Fotos: Jörg Graßdorf, © 2011

Bildlegenden:
1) Tagaufnahme: "Vorher" - Ruhe vor dem Sturm: Das Areal ist noch jungfräulich. Links im Bild die "TentStage", hinten die "Mainstage".

2) Abendaufname: "Nacher" - Und das Münster blicket stumm, um das Areal herum: Guetta in Action.

Coming Up Soon | 02.7.2011 | Rüde, Herzog, Prinz & Bass

Liebhaber von Untergrundtanzmusik!

Die kommende Sendung trägt den Untertitel, „die Nachher – Vorher Show“, denn wir berichten von dem Stelldichein, das Dubfire und Carlo Lio am 22. Juni im Stuttgarter Club Lehmann gaben und werfen ein erweitertes Ohr auf Ruede Hagelstein, der Sonntag ab 19 Uhr beim „SommerTagTraum“ im NU Wiley-Gelände die Zeltbühne beschallen wird.

Doch weil wir die menschliche Seele als eine düstere Kammer begreifen, wird sich das Gros der Sendung um den Sound von Dubfire & Carlo Lio drehen. Und da Dubfire als „the new prince of darkness“ gilt, ist Carlo Lio für uns der Herzog der Dunkelkammer.

Vergewissert Euch selbst und schaltet ab Mitternacht UKW 102.6 ein oder starten den Internet-Livestream (oben rechts "Livestream"). Wir bringen das Helle ins Dunkle.

Herzlichst

Progdorf

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Fotos: Jörg Graßdorf, © 2011

Coming Up Soon | 18.6.2011 | TreppenHouse

Liebhaber von Underground Dance Music!

Die kommende Sendung wird Jörg Graßdorf mit Euch atemlos und getrieben im TreppenHouse verbringen. Mit dem einem Ziel vor Augen: Oben anzukommen. Das nimmermüde HiHat wird dabei gnadenloser Antrieb oder gnädiger Treppenlift sein.

Vergewissert Euch selbst und schaltet UKW 102.6 ein oder starten den Internet-Livestream (oben rechts "Livestream").

Und wer nach dieser Sitzung nicht einmal mit dem Fuß gewippt hat, dem können wir dann auch nicht helfen.

Herzlichst

Progdorf

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Foto: Jörg Graßdorf, © 2011

Coming Up Next | 26.3.2011 | House Gala

Liebhaber von Untergrund Tanzmusik!

Für die kommende Ausgabe von Progdorf haben wir den roten Teppich aus dem Pfandhaus geholt, denn wir feiern eine House Gala!

Und zwar im doppelten Sinne: Immerhin lassen wir Nikola Gala seine Bandbreite an House Music abzappeln. Zunächst stellen wir seine Debüt-Mix-Compilation „Athens Session“ (Plastic City) vor und ziehen dann noch vollens mit ihm vom Leder. Mit jeder Menge „Yeah“, „Uuuuuh“ und „Get High“ - und was sonst noch alles dazu gehört.

Zieht auf jeden Fall Eure Tanzschuhe und das Kleine Schwarze an, wenn Jörg Graßdorf ab Mitternacht auf UKW 102.6 oder über den Internet-Livestream (oben rechts "Livestream") zur Gala bittet.

Die Playlist zum roten Teppich gibt es dann ab Montag, 20 Uhr bei www.progdorf.de.

Mit herzlichem „Yeah, Uuuuuuuh & Get High“

Progdorf

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Fotos: Jörg Graßdorf, (C) 2011

Coming Up Soon | 29.1.2011 | Housey Gebrauchskasten - oder: Was drinnen wartet

Liebhaber elektronischer Tanzmusik!

Für die kommende Ausgabe kündigt Jörg Graßdorf eine House Session der ungewöhnlichen Art an: Musik, die auf den "ersten Ton" etwas monoton und stimmlos erscheinen mag (jedenfalls für unseren Geschmack), die aber ihre Wirkung nicht verfehlt. House Musik, bei der der geneigte und verwöhnte Hörer früher oder später die Bodenhaftung verlieren wird.

Denn - wie im richtigen Leben - zählen hier nicht Äußerlichkeiten, sondern innere Werte. Dazu gehört ein gutes HiHat, ein gutes HiHat und ein gutes HiHat.

Die Playlist zum HiHat gibt es dann Montag ab 20 Uhr bei www.progdorf.de.

Vergewißert Euch selbst und schaltet am 29.1.11 ab Mitternacht UKW 102.6 ein oder startet den Internet-Livestream (oben rechts).

Herzlichst

Progdorf

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(Foto: Jörg Graßdorf)

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