Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Rory Gallagher

Dionysos - Seelenfreund eines Pferdes

"Seelenfreund eines Pferdes", so lautet der Titel eines Kurzprosatextes von Franz Kafka, der in der 74. Ausgabe von "Klassisch modern" zu hören sein wird. Daneben ein Statement zu Günter Grass' "Gedicht" und u.a. ein Abschnitt aus Ovids "Metamorphosen" zu den Umständen der Zeugung des Gottes Dionysos. Für das lyrische Element sorgen Edith Södergran und Fernando Pessoa, fürs musikalische die Four Seasons, Judas Priest, Ozzy Osbourne und andere.

Aus Finnegan's Wake

Aus James Joyce's Prosawerk "Finnegan's Wake" ist diesmal ein Abschnitt zu hören. Wie aber ergeht es Odysseus, nachdem er Nausikaa seine Schmeichelrede vorgetragen hat? Von Rilke wird das Gedicht "Unstete Waage" gelesen, sowie gleich zwei Gedichte von Alberto Caeiro alias Fernando Pessoa und das berühmte Gedicht "Die Hand, die unterschrieb" von Dylan Thomas, in der Übersetzung von Erich Fried. Musik von den Rolling Stones, Ronnie Wood, den Black Crowes, Scott McKenzie u.a.

Die Macht der Gewohnheit

Enzensbergers gleichnamiges Gedicht bildet einen Schwerpunkt der Sendung. Andere Texte tragen Titel wie "Grenzland", "Gelassenheit" und "Bierkampf" und sie stammen von Christine Haidegger, Robert Walser und Herbert Achternbusch. Gast in der Sendung ist Elvira Lauscher, die ihr neues Ulm-Buch mitbringen und zusätzlich Lyrisches und Aphoristisches vortragen wird. Musik gibt's natürlich auch: z.B. von Rod Stewart "The Ballad of Georgie" oder Rory Gallagher mit "Bought and sold"

Picasso als Dichter

Diesmal wird Pablo Picasso als Dichter mit einem Text vorgestellt, und wir verabschieden uns von Hans Castorp, der in den Ersten Weltkrieg zieht. Von Rilke, Benn, Hilde Domin stammen weitere Texte, wenn Zeit bleibt, auch noch vom jungen Goethe.

It's not dark yet

Viel Englisches gibt es diesmal bei "Klassisch modern", aber - soweit es Literatur ist - auf Deutsch: Texte von Beckett und Joyce, dazu weitere Kurzprosa von Kafka und Charms. Die Musik kommt natürlich auf Englisch rüber, dafür bürgen Namen wie Dave Davies, Rory Gallagher und Bob Dylan, der uns versichert: "It's not dark yet" - und dabei lauscht man ihm gerne

Böse Blumen

"Jetzt ist alles Gras aufgefressen", so Bert Brecht in seinem Gedicht "Gummizeit", mit dem "Klassisch modern" diesmal literarisch beginnt. Erich Kästner läßt "die Glocken läuten", und Peter Ettl setzt an zum "Katzenflug". Charles Baudelaire hat böse Blumen dabei, indes lädt Hölderlin ein zu einem Bad in der Ägäis - zusammen mit Göttern natürlich. Thomas Manns "Zauberberg" bildet wie immer den Schluss. Dazu Musik von Rory Gallagher, Grand Funk Railroad u.a.

Elvira Lauscher plus Pink Floyd

Elvira Lauscher hat bei Freefm kürzlich einige ihrer besten sinnlichen Gedichte ins Mikro gesprochen, zwei davon gibt's am Dienstag, 12.1. um 11 Uhr bei "Klassisch modern" zu hören. Dazu Musik von Pink Floyd, Rory Gallagher (mit "Philby") und anderen Musikanten - teils lebend, teils tot, wie das Leben eben so spielt. Ein weiteres Gedicht ("Oh, friedlicher Mittag") stammt von Rolf Dieter Brinkmann, der 1975 erst 35jährig ums Leben kam - das größte poetische Talent seit Brecht, wie viele meinen. Natürlich wird auch ein weiterer Ausschnitt aus dem "Zauberberg" gelesen: Hans Castorp hat seltsame Einschlafstörungen und träumt, Madame Chauchat würde ihm einen Bleistift leihen...
Am Freitag, 8.1. um 20 Uhr in der Theaterwerkstatt (beim Roxy) und am Mittwoch, 13.1. um 19.30 im Podium des Theaters Ulm geht übrigens der neueste "Wortkunstlauf" über die Bühne - Elvira Lauscher und Jörg Neugebauer live on stage - mit "Nichts ist sicher"!

Seiten

Rory Gallagher abonnieren