Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Roxy

Diskussionsrunde - Von der Wohltätigkeit zur Solidarität

Am 14. Juli hat Radio free FM die Diskussionsrunde "Von der Wohltätigkeit zur Solidarität" auf dem Allerweltsfest im Roxy (Ulm) veranstaltet. Die komplette Diskussion, die an dem Tag live übertragen wurde, könnt ihr hier als Podcast in voller Länge anhören.

Warum ist es erforderlich sich als Hilfsorganisation zu hinterfragen und jede Hilfeleistung kritisch zu evaluieren? Können wir als Radio, als Mensch, überhaupt was “gutes” tun mit zB. Spenden? Wieso werden auf Werbeplakaten vieler NGO's, People Of Color als hilfsbedürftig dargestellt, wie gezeigt in dem Film "White Charity"? Wie können mediale Formate dazu beitragen, ein anderes Bild jenseits der Stereotype zu vermitteln? Wie können wir als Radiomacher, als Medienpartner oder nur als Mensch - ohne viel Expertenwissen - den Unterschied erkennen zwischen Hilfsprojekten die abhängig machen von der geleisteten Hilfe, und Projekten die strukturell was verändern und so auch die Menschen befähigen selber ihre Situation zu
verbessern?

Wir haben uns sehr gefreut über die Teilnahme von Annika Schauf (Ingenieure ohne Grenzen), Lothar Heusohn (Ulmer Weltladen e.V.) und Thomas Gebauer (Stiftung medico international).

Moderation: Lotte Stevens.

Technik Liveübertragung: Timo Freudenreich.

Radio free FM möchte sich ausdrücklich und mega-herzlich bedanken bei allen Helfern, der Allerwetsfests Orga, dem Roxy, und dem zahlreich anwesendem Publikum.

Die Liveübertragung fand ihm Rahmen des Projekts "Es muss nicht immer White Charity sein" statt und wird gefördert von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ).

Erfahrungen am rechten Rand mit Franziska Schreiber im Roxy

Autorin Franziska Schreiber. Foto: Europa Verlag

Am Abend des 16. Januars 2019 empfing das Ulmer Roxy die ehemalige Landesvorsitzenden der Jungen Alternative in Sachsen Franziska Schreiber. Dabei las sie aus ihrem Buch “Inside AfD”, welches über ihren Weg in die AfD, die Zeit darin und schlussendlichen ihren Ausstieg handelt. Das Buch kam bereits im vergangenen Sommer heraus und wird seitdem als Enthül-lungsbuch beworben.
Mitunter groß waren insofern auch die Erwartungen neuen Einblick in die Entwicklung der, nun auch vor kurzem vom Verfassungsschutz als Prüffall eingeordnete, Partei zu gewinnen, sowie zu verstehen, wieso eine junge Frau von damals 23 Jahren sich für diese Partei begeistern konnte.
Auffällig an ihrer Story ist der immer wiederkehrende Narrativ der persönlichen Bindung und Beziehungsgeschichte. Auch nach dem Austritt aus der AfD, wie sie auch im Interview mit Radio Free FM betonte, versteht sie ihren Weg vor allem als psychosoziale Ereignisgeschichte und weniger als eine Entwicklung ihrer politisch-ideologischen Überzeugungen. So verortet Schreiber sich heute als Sozialliberale, was Schreiber jedoch nicht wirklich als Veränderung zu ihrer früheren Einstellung versteht.
Trotz dieser scheinbaren ideologischen Konstante sucht man vergeblich nach einer Reflexion auf einen ideologischen Nährboden den gerade ihr eigener Liberalismus womöglich geboten hat. Teilweise liest sich ihre Beschreibung der AfD als eine von völkischen Nationalisten gekaperten Partei, so als ob es unerklärlich sei, dass ausgerechnet diese, unter Bernd Lucke als liberal-konservativ gegründeten, Partei diesem Prozess durchlaufen hat.
Diese Überbetonung der sozialen Dimension ihrer Aktivitäten führt aber auch zum vielleicht fruchtbarsten Teil ihrer Darstellung, nämlich ihre Position bezüglich des richtigen Umgangs mit AfD-Sympathisanten. Diese zeichne vor allem eine diffuse Wut aus, welche nur durch beständige menschliche Zuwendung kuriert werden könnte. Eine klare Absage erteilt sie jedoch den Stimmen die ein menschlich, persönliches Einlassen auf Personen mit politischer Annäherung verbinden wollen.
Was die Leser ihres Buches nur vermuten konnten, durften ihre Zuhörer im Roxy dann selbst in Erfahrung bringen. Vor ihnen stand eine selbstbewusste, artikulierte junge Frau die nicht nur ihre Stimme gefunden hat, sondern auch eine Mission für die nächsten Jahre. Ihr Ratschlag wie mit AfD-Wählern und Sympathisanten persönlichen umgegangen werden sollte, und das zugleich die gleiche freundliche aber bestimmte Haltung, niemals zu politischen Kompromissen oder rechter Diskurserweiterung führen darf, bleiben leider weiterhin von Bedeutung, wo doch die Strategie etablierter Parteien bisher war, selbst einen Rechtsruck vorzunehmen.
Das leider eine Reflexion über die ideologischen Voraussetzung für eine völkisch Nationalistische Partei, welches ein liberal-konservatives Milieus geboten hat und weiter bietet ausbleibt, mindert den Gewinn den die Veranstaltung und ihr Buch bietet leider ein wenig. Der Einblick in die psychosoziale Lage von AfD-Mitglieder lohnt sich dennoch.

Den Beitrag inklusive Teile unseres Interviews mit Franziska Schreiber könnt ihr rechts in der Audioleiste runterladen.

 

Das Allerweltsfest wird 20 Jahre alt!

Allerweltsfest2018

An diesem Sonntag den 9. Dezember jährt sich das seit 1998 etablierte Ulmer Allerweltsfest, welches wie auch in den letzten Jahren im Roxy stattfinden wird. Rund um die Themenfelder „Eine-Welt“- Solidarität, Menschenrechte, und in diesem Jahr verstärkt, Nachhaltigkeit und Regionalität, werden auch in diesem Jahr 25 teilnehmende Gruppen, Initiativen und Vereine ihre eigenen Aktivitäten vorstellen, neugierig machen und herzlich zum mitgestalten einladen. Die Ausweitung der Themenfelder ist dabei eine logische Entwicklung aus dem Eine-Welt Gedanken. Herausforderung und Ungerechtigkeiten die vornehmlich im sogenannten Globalen Süden verortet werden, sind längst nicht nur die Problem der, wie auch immer verstandenen, Anderen, sondern betreffen in einer globalisierten und immer weiter vernetzten Welt auch die lokalen Lebenswelten. 

Unter anderen sind die Ortsgruppen von Amnesty International und der Ingenieure ohne Grenzen, Foodsharing Ulm, die Kenia-Hilfe, der Verein Ulmer Weltladen, terre des femmes, sowie das Lateinamerika-Komitee Ulm in diesem Jahr vertreten. Und natürlich, soviel Zeit muss sein, ist auch Radio FreeFM vor Ort. Die hauptverantwortlichen Veranstalter des Allerweltsfests sind seit 2015 das Ulmer Netz für eine andere Welt e.v. Mit den zwei vielleicht bekanntesten Gesichtern des Allerweltsfests Kirsten Tretter und Lothar Heusohn haben wir im Vorfeld gesprochen. Ihr Stimmen und den vollständigen Beitrag könnt ihr in der rechten Audioleiste nachhören.
Alle weiteren Informationen sowie den genauen Ablaufplan findet ihr auf dem offiziellen Flyer den ihr unten als PDF abgreifen könnt.

Willkommen in NEU-Stadt

 

"Das Projekt ist ein wilder Cocktail aus je einem Teil Stadt, Spiel und Performance. Immer anders, immer neu. Mit ohne Schauspieler macht ihr, die Spieler, selbst: Weg vom Konsum von Stücken hin zur Produktion von Situationen. NEU-Stadt ist ein Spiel tief im Gewebe der Stadt. Und Ihr seid die Nadeln! Zwängt Euch zwischen Menschen und Ideen, Straßen und Gebäude. Stiftet Verwirrung! Kreiert Situationen! Lasst das Spiel und damit den Spaß den Alltag durchsetzen. Produziert Neues. Produziert NEU-Stadt!" Ein Aufruf von den Machern eines neuen Stadtspiels. Das klingt spannend und so richtig haben wir das auch noch nicht verstanden. Wir bekommen heute mehr Durchblick, dank Steffi Bichweiler (ROXY, Projektleitung Neu-Stadt ) und Karsten M. Drohsel (urbansupergroup). In unserer heutigen Plattformsendung werden wir mehr erfahren. Also schaltet ein! 16:00 Uhr geht's los. Moderiert wird die Sendung von Lotte Stevens. 

 

Nachbericht Musikmarathon 2017

Lea von Radio Free Fm war für euch beim 14. Musikmarathon am 17.03. im Roxy im Publikum und Backstage unterwegs und hat sich mit Künstlern, Besuchern und Helfern über alles Mögliche rund um den Musikmarathon und die dargebotene Musik unterhalten. In ihrem Beitrag erwarten euch Eindrücke des Abends, Interviews und Musik.

Audio Revue der Open Stage im Roxy vom 20.11.2017

Wir waren bei der Open Stage im Roxy und haben uns vor der Show schon mal mit den Künstlern unterhalten und für euch den Abend auditiv begleitet. Dabei rausgekommen ist eine kleine Reportage über die Künstler, die Show und über den ganzen Abend.

Die Offene Bühne und Abwechslung pur!

So lässt sich die Open Stage im Roxy am besten zusammenfassen. Wer alles im Oktober aufgetreten ist und was die verschiedenen Künstler alles machen, kitzelt die rasende Reporterin Jule aus ihnen heraus.

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