Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Theater

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (79)

Den kleinen Kasten, der auf vielen großen Bühnen noch in den Boden eingelassen ist, kennen viele. Doch wer sitzt da eigentlich drin? Die ernüchternde Antwort – in der Regel niemand. Der sogenannte Souffleusenkasten ist meist nur noch ein Relikt aus vergangener Zeit. Die Souffleuse oder den Souffleur gibt es aber natürlich immer noch, nur sitzen sie heute meistens in der 1. Reihe oder auf der Seitenbühne. Sie oder er ist der rettende Engel bei Texthängern oder Gedächtnislücken. Manchmal werden sie auch offensiv ins Bühnengeschehen eingebaut und müssen sogar selbst Textpassagen übernehmen. Die Souffleuse ist schon während der Probenarbeit die ganze Zeit dabei – immer mit dem Textbuch in der Hand, um Textänderungen zu vermerken oder absichtlich inszenierte Pausen einzutragen. Denn, um bei den Aufführungen zu wissen, ob der/die Schauspieler:in gerade einen Texthänger hat oder die Stille einer Kunstpause geschuldet ist, muss sie das Bühnengeschehen von A-Z kennen.
Für den Beruf der Souffleuse oder des Souffleurs gibt es keine Ausbildung, in der Regel sind es Quereinsteiger:innen, die vorher häufig selbst Schauspieler:in oder Sänger:in waren und dem Zauber der Bühne nicht entkommen konnten.
Gäste: Ruth Dohle und Uta Gerdum.
Moderation: Rainer Markus Walter

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (75)

Auch wenn es am Theater Ulm derzeit Corona-bedingt etwas ruhiger zugeht und die Bühnen momentan leider leer bleiben müssen, hinter den Kulissen geht es weiter. Damit der »Lappen«, gemeint ist der Theatervorhang, bald wieder hochgehen kann. Ob opulent oder spartanisch, farbfroh-glitzernd oder monochrom, ob Bühnenrealismus oder abstrakte Welten - wie das Publikum eine Inszenierung im Theater wahrnimmt, hängt maßgeblich von der Gestaltung des Bühnenraums ab. Um mehr darüber zu erfahren, wie solche Räume entstehen und was das Besondere an der Arbeit im Bereich der Ausstattung ist, hat Rainer Markus Walter in dieser Sendung Petra Mollérus, Ausstattungsleiterin am Theater Ulm, zu gast. Ob Schauspiel, Ballett oder Musiktheater, für viele unterschiedliche Produktionen entwickelt sie in engster Zusammenarbeit mit der Regie Bühnen- bzw. Kostümbilder und verrät im Studio sicherlich auch, wie die Corona-Krise ihren Arbeitsalltag beeinflusst.

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