Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Festival Contre Le Racisme

Kick-Off für "contre le racisme"

Das Festival contre le racisme (FCLR) Ulm/Neu-Ulm ist eine zweiwöchige Veranstaltungsreihe, dabei werden Themen wie Rechtsextremismus, struktureller und Alltagsrassismus sowie die Lebensumstände Geflüchteter angesprochen. Insbesondere mit den Straßenfesten will das FCLR Orte schaffen, an denen alle Bürger*innen – darunter Alteingesessene, Geflüchtete und internationale Studierende – zusammentreffen. Das FCLR gibt es seit 1995. Hier bei uns gibt es das (Neu-)Ulmer FCLR seit 2016. Ziel des Kick-Offs ist es Leute für das Orga-Team für 2019 zu gewinnen, zu erläutern wie die Organisation in etwa aussieht und auch schon Ideen für 2019 zu sammeln. In unserer heutigen Plattformsendung sind Daniela Beckmann und Matthias Burger vom FCLR zu Gast. Sie werden uns ihre Arbeit für das FCLR näherbringen und uns mehr über das Festival erzählen. Schaltet also ein! 16:00 Uhr geht's los. Moderiert wird die Sendung von Michael Troost. 

LSBTTIQ: Wissenschaftlicher Vortrag von Dr. Lüder Tietz

Kriminalisierung, Medizinisierung und Psychiatrisierung haben lange Zeit die gesellschaftliche Teilhabe geschlechtlicher und sexueller Minderheiten erschwert oder gar verhindert. Feindlichkeit gegenüber Homo- und Bisexualität, Trans- und Intergeschlechtlichkeit haben entsprechende juristische, medizinische und psychiatrische Normen geprägt: Sexuelle Handlungen mit Personen des „gleichen Geschlechts“ oder Tragen der Kleidung des „anderen Geschlechts“ haben zur polizeilichen Erfassung, Anklage oder Verurteilung und/oder zu medizinischer bzw. psychiatrischer Untersuchung, Diagnose und Behandlung geführt. Diese (Vor-)Geschichte der Heteronormativität hängt zudem mit der (Vor-)Geschichte des Sexismus und des Rassismus zusammen. 

Trotz aller politischen Erfolge von LSBTTIQ-Bewegungen ist es wichtig, sich diese Geschichte (und teilweise noch Gegenwart) der Heteronormativität zu vergegenwärtigen. Neben großen Veränderungen im Strafrecht und in den medizinischen wie psychiatrischen Diagnoserastern, gibt es durchaus noch Kontinuitäten. Die Verhinderung der rechtlichen und politischen Gleichstellung wird noch immer mit Stereotypen zu begründen versucht, die aus dieser Geschichte stammen. Versatzstücke aus längst veralteten kriminologischen, medizinischen und psychiatrischen Theorien werden derzeit verstärkt von rechtspopulistischen, extrem konservativen und/oder fundamental religiösen Strömungen aufgegriffen und gezielt über alte wie neue Kanälen (einschließlich der sozialen Medien) verbreitet. Im Kampf gegen den Hass gibt es also noch viel zu tun. 

Dr. Lüder Tietz, Ethnologe (M.A.) und Dipl.-Psychologe, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der CVO Universität Oldenburg, Trainer und Coach.

Poetry Slam @ FCLR Ulm - Uni Fest

Am 6. Juli 2017 wurde zum Uni-Fest im Rahmen des Festival Contre Le Racisme Ulm ein Poetry Slam ausgerichtet, den wir live auf die 102,6 übertragen haben: Hank M. Flemming vs. Nikolay vs. Laura Winter vs. Marius Loy. Den Slam könnt Ihr jetzt nachhören. Moderation und Technik im Studio: Michael Braun. Moderation an der Uni: Samuel Rettig. Technik an der Uni: Paul Kost.

FCLR Ulm - Uni Fest LIVE @ FreeFM

Heute Abend ist es soweit. Das Uni Fest zum Festival Contre Le Racisme startet um 19 Uhr auf dem Gelände der Universität Ulm mit einem Poetry Slam (Hank M. Flemming vs. Nikolay vs. Laura Winter vs. Marius Loy) und zwei geilen Bands (Roadstring Army & Blendof). Nix wie hin! Oder Radio an: von 19 bis 23 Uhr übertragen wir das Ganze LIVE & LOVE auf der 102,6 MHz hosted by Leander!

Festival Contre Le Racisme Ulm - FCLR 2017

Die Sendung Plattform vom 05.07.2017 um 16 Uhr.

Brennende Flüchtlingsunterkünfte und rassistische Staatsoberhäupter.
Diese Entwicklungen des 21. Jahrhunderts zeigen, dass antirassistisches Engagement aktuell besonders nötig ist. Und genau darum geht es beim Festival Contre Le Racisme Ulm (FCLR).

Beim FCLR handelt es sich um eine Kampagne gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die 1995 in Frankreich vom dortigen Studentenverband UNEF erstmalig unter diesem Namen veranstaltet wurde. Über die Jahre hinweg hat sich das Konzept immer weiter verbreitet und heute findet, organisiert von Studenten, an vielen Hochschulen deutschlandweit ein FCLR statt. So auch seit 2016 in Ulm/Neu-Ulm.

Das diesjährige Bundesweite Thema des FCLR ist Identitäten:
Während Rechtsradikale gerne von einer kollektiven Identität sprechen setzt sich in der Realität die Persönlichkeit aus vielen unterschiedlichen Identitäten zusammen. So ist man zum Beispiel nicht nur „Deutscher“ oder „Deutsche“, sondern identifiziert sich mit einer Ausbildung, einem Beruf, einem Sport, einem Verein, der sexuellen Orientierung, einer politischen Gesinnung, der Heimatstadt, dem Wohnort und natürlich mit dem ganz persönlichen Umfeld.
Dies führt zu einer unglaublichen Vielfalt an Identitäten in der Gesellschaft. Diese Vielfalt feiern wir und möchten, dass jede Person ihre individuelle Identität entwickeln und frei ausleben kann.

Alles Wissenswerte über das Festival Contre Le Racisme Ulm erfahrt Ihr in der Plattform bei Moderator Friedrich Hog.

Friedrich Burschel: NSU - Blick in den Abgrund

Das nichtkommerzielle Radio Lotte Weimar verfügt über einen der begehrten Presseplätze zum Münchener NSU-Prozess und entsendet mit Friedrich Burschel einen Experten, der sich schon vor Enttarnung der NSU mit deren Umfeld beschäftigt hatte. Burschel hat sein Handwerk bei der Süddeutschen Zeitung gelernt und ist bei der Rosa Luxemburg Stiftung angestellt.

Seine Expertise zum Thema NSU wird mittlerweile bundesweit von Journalisten geschätzt. Friedrich Burschel begleitet jeden Prozesstag live und Radio free FM strahlt das Programm von Radio Lotte gemeinsam mit über 25 weiteren Sendern aus, denn während in München der NSU-Komplex als das Werk einzelner behandelt wird, bleibt es unsere Aufgabe den gesamtgesellschaftlichen Blickwinkel zu wahren und einen latent vorhandenen gesellschaftlichen Rassismus als Ermöglichungsgrundlage des NSU öffentlich in Frage zu stellen. „Es gibt immer noch viel zu wenig Ermittlungsverfahren gegen lokale Unterstützernetzwerke und es gibt keine gegen staatliche Helfer und Unterstützer ...“ fordert die Anklageschrift des bundesweiten Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“.

Mit dem in Kürze zu erwartenden Urteil wird daher die gesellschaftliche Aufklärung nicht beendet sein.

Dieser Vortrag von Friedrich Burschel im Club Orange der Ulmer Volkshochschule im Rahmen des Festival Contre le Racisme soll zu diesem Diskussions-Prozess beitragen.

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