Platte der Woche

Coverbild: 

The Unity Sextet (kw 03 | 16.01. bis 22.01.2012)

Artist: 
The Unity Sextet
Erschienen: 
19.01.2012
Label: 
Légère Recordings / Kudos Records

Buddy Franco, Fats Young Jr., Cassius Farqhuar, Junior Oliver, Chuck Waldron und ‘Fat Thumbs’ Ronnie wurden im Frühling 2011 aufeinander aufmerksam, als sie, zwar in unterschiedlichen Bands, aber alle auf den selben Jazz-Festivals auftraten. Auch wenn ihre jeweiligen Combos in sehr unterschiedliche Stilrichtungen beheimatet sind - von traditionellem bis experimentellem Jazz - so merkten sie doch ziemlich rasch das sie die selbe Vision teilen. Einen Sound der zwar sehr modern klingt, aber sich dennoch deutlich an der Schule der alten Meister orientiert. Als die Musiker dann bemerkten dass sie alle aus der gleichen Region im Südwesten Englands stammen lag eine Session in der Luft.

Buddy Franko fragte den versierten Produzenten "Lack of Afro" (Freestyle Records) ob er für diese Session als Produzent, Arrangeur und Engineer zur Verfügung stehen würde.
Gesagt, getan. Einige Wochen später wurde das Unity Sextet gegründet. Als Homebase diente das "Playhouse", gleich um die Ecke des Studios von "Lack of Afro", ein altes Kaufhaus, das zu einem Aufnahme-Studio umgebaut wurde. Dort lebten und probten die Musiker gemeinsam bis zum Ende des Sommers.

Das Ergebnis dieser Session nennt sich „The Unity Sextet“ und es umfasst dreizehn Songs. Der Sound der Platte erinnert an die legendären „That’s How It Is“ Nächte von Gilles Peterson in der Bar Rumba aber auch an die spirituellen Klangwelten eines Pharoah Sanders, die smarten Beats von A Tribe Called Quest und den entspannten Groove von Horace Silver.

Wenn man „Do Me A Fredo“ oder „Dance Of The Pharaohs“ hört, fühlt man sich nach Saint-Germain in Paris in den Sechzigern versetzt, kurz darauf kommen dann „Black Pearl“ oder „Right Now“ und man befindet sich in Soho, London circa Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre.

Bei “The Unity Sextet“ geht es um die Achtung der Vergangenheit, gepaart mit dem Bedürfnis diese Musik mit in die Zukunft zu nehmen. Ein reines instrumental Album, das trotzdem eine Menge zu sagen hat.

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