Die erste Sperrstunde: Ein ganz besonderer Abend in der Wengenkirche!
Wer am Samstagabend über den Seiteneingang in die Wengenkirche kam, wusste sofort: Das hier wird kein Standard-Kirchenabend. Der Raum hatte sich komplett verwandelt. Das Kirchenschiff war mit Stellwänden neu gedacht, darauf: ein Stück jüngere Gemeindegeschichte und klare Haltung. „Die Wengenkirche lebt in der City und mit der City und muss offen sein für alle“ – genau dieses Gefühl lag in der Luft. Offen, einladend, mittendrin.
Davor: bunte Tische und Stühle, entspannter Treffpunkt statt stiller Andacht. Das Eden aus der Oststadt hatte eine Bar am Start – Wasser, Wein, Hot Aperol inklusive. Daneben knallte eine Neonwand voller Plakate zur Sperrstunde, der aktuellen Konzertreihe von Radio free FM und der popbastion.ulm. Kirchenraum meets Clubästhetik.
Im Laufe des Abends bewegten sich rund 350 Leute entlang der Stellwände Richtung Seitenflügel, wo das erste Sperrstunde-Konzert stattfand. Kurz nach 19 Uhr betrat BedBoiPaul die Bühne – Ulmer Hip-Hop-Artist, sichtbar beeindruckt: „Was für eine wunderschöne Location.“ Zwischen Altar und Kerzen standen Boxen, Kabel, Mischpult und Mikros. Alles ready für Konzert und Live-Radiosendung auf 102,6 MHz und im Stream.
Mit Trap Beats und softer Stimme erzählte BedBoiPaul seine Stories, persönlich, nahbar, authentisch. Danach ging’s direkt weiter ins Live-Interview, inklusive Einblicke in sein privates und musikalisches Innenleben. Für ihn ein echtes Heimspiel – nicht nur, weil Ulm, sondern auch, weil er selbst schon für Radio free FM gearbeitet hat.
Danach übernahm Nuria Noba die Bühne, zum zweiten Mal zu Gast bei free FM. Zusammen mit Bassist und Drummer lieferte die Stuttgarterin Spoken Word, Gesang und ordentlich Gefühl. Und dann passierte das, was im Radio viele wollen, aber selten machen: Sie grüßte jemanden. Gemeinsam mit dem Publikum sang sie ein lautes „Happy Birthday“ für ihre Schwester. Auch sonst holte sie die Crowd easy zum Mitsingen ab – Stimmung on point. Fürs Künstlerinterview wechselte BedBoiPaul die Seite und stellte als free FM Paul die Fragen.
Zum Finale wurde es nochmal richtig laut: Freundlich, ebenfalls aus Stuttgart, ließ mit seinen Beats den ganzen Raum vibrieren – bis unters Kirchendach. Nach „Ist das denn zu viel verlangt“ war klar: Das Publikum wollte mehr. Laute Zugabe-Rufe, fetter Applaus, ein letzter Song. Danach ging’s am Radiomikro noch um Talent, Übung und Zukunftspläne.
Das komplette Konzert inklusive aller Künstler:inneninterviews gibt es noch bis zum 7. Februar 2026 in der Mediathek zum Nachhören.
Danke an das Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Kunst Baden-Württemberg und die Kulturabteilung der Stadt Ulm, die diesen wunderschönen Abend möglich gemacht haben. Danke auch an alle fleißigen Helfer:innen und Beteiligten vor Ort, ohne die das Projekt ebenfalls nie möglich gewesen wäre.
Weiter geht’s am 21. Februar um 19 Uhr in der Pionierkaserne. Auch hier ist der Eintritt frei und die Getränke sind kaltgestellt. Auf der Bühne: Emanzenpanzer (Ulm) Punk, Trustfundbabes (Berlin) New Wave, Bikini Beach (Konstanz) Garage-Rock



