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Aus Print mach mehr - iz3w on Air! So die Devise der Zeitschriften-Redaktion des Informationszentrum 3. Welt in Freiburg (iz3w). Mit dem südnordfunk sendet das iz3w seit Juni 2014 eine monatliche Magazinsendung bei Radio Dreyeckland in Freiburg. Mit ausgewählten Inhalten und Debatten und Stimmen aus dem globalen Süden. Jetzt auch auf Radio free FM. Siehe auch Radio Dreyeckland - südnordfunk

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Rassismus & anti-rassistische Schlaglichter

GenozidDer südnordfunk fragt nach Mechanismen der Ausgrenzung und rassistischen Wirkungen in der Geschichtsschreibung / in der Bildungsarbeit / im Alltag.

Die Themen:

- Der Genozid an den Armeniern - und die deutsche Beteiligung. Interview mit Jürgen Gottschlich

- Willkommen, vergessen, verstoßen? Schwarze Menschen in Russland.

- "Wir sind nicht die Anderen": Der Soziologe Elisio Macamo zeigt auf, wie aus Vorurteilen europäischer Denker und Helfer rassistische Strukturen einer ganzen Branche entstehen, in der Entwicklungszusammenarbeit.

- "Wir brauchen internationale Solidarität" - Golden Misabiko über Uranhandel in der DR Kongo und auf dem afrikanischen Kontinent.

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Entwaffnend - Friedensinitiativen weltweit

FriedenWenn gewaltsame Konflikte eskalieren oder staatspolitische Machthaber über Frieden verhandeln, steht das groß in den Schlagzeilen. Weniger bekannt hingegen ist die tägliche Friedensarbeit ziviler AkteurInnen an der Basis: in Dörfern, Schulen, in der Nachbarsschaft und Wohnzimmern der Kämpfenden, mit TäterInnen und Opfern. Was bedeutet es, Frieden in den Köpfen zu schaffen?

In der Casamance im Süden des Senegal engagieren sich Frauenorganisationen gewaltfrei für den Frieden # in Kolumbien betreiben Basisinitiativen mit Gewaltopfern aktiv Friedensarbeit # in Dakar singt die Songwriterin Guereti Badji für das Ende der Gewalt in der Casamance # in Deutschland bereichert das Theater der Unterdrückten die anti-rassistische Bildungsarbeit.

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Flucht, Asyl und Folter

FluchtAmnesty international berichtet dieser Tage von 57 Millionen Menschen, die im vergangenen Jahr weltweit auf der Flucht waren. Medien sprechen von der größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg.

Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen, dass nicht die Geflüchteten die Katastrophe sind, sondern die Verhältnisse, die sie in die Flucht treiben - sowie die Flüchtlings- und Asylpolitik vieler Staaten. Sie setzen die Geflüchteten zusätzlichen oft tödlichen Risiken aus, erschweren Zuflucht und verletzten Menschenrechte.

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Folter: der Horror ist alltäglich

Folter"Das Wesen der Folter ist, dass sie im Verborgenen stattfindet“. Daher ist es schwierig, Folter zu beweisen oder gar über das Ausmaß verübter Folter Statistiken zu führen. Im vergangenen Dezember schockierte der Bericht des US-Senats, der die Foltermethoden des US-Geheimdienstes CIA enthüllte, die Weltöffentlichkeit. Die meisten Fälle werden aber dank des Mutes von Betroffenen, Überlebenden von Folter und den Einsatz engagierter Menschenrechtsorganisationen aufgedeckt. So gelangen einzelne Fälle und auch das nach wie vor verheerende Ausmaß systematischer Folter immer wieder ans Licht, Verbrechen, die trotz der inzwischen von 146 Staaten ratifizierten Anti-Folter-Konvention verübt werden, in staatlichen Gefängnissen, in privaten Räumen. Einzeln wie auch kollektiv verübte Verbrechen.

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Ausbeutung der Meere, Handwerkliche Kleinfischerei und Aquakultur

MeereWeltweit sind rund ein Drittel der Fischbestände überfischt. Das stellte im Juli 2014 die Welternährungsorganisation FAO erneut fest. Die Westafrikanischen Küstengewässer gehören zu den ehemals fischreichen Meeren, die von einer Überfischung stark betroffen sind. Was bedeutet das konkret für KüstenbewohnerInnen im Senegal?

Aquakulturen sind auf dem Vormarsch und sollen Meeresfrüchte verfügbar machhen. Wie wirkt sich die Garnelenzucht in Bangladesch auf die Umwelt und die soziale Situation der KüstenbewohnerInnen aus?

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Stopp - keine Gewalt gegen Frauen!

GewaltFrauenGewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Und: Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabuthema - im privaten wie im öffentlichen Raum, hierzulande wie auch weltweit. Deshalb engagieren sich jedes Jahr tausende Menschen weltweit im Rahmen der 16 Tages-Kampagne "Stopp – Keine Gewalt an Frauen" vom 25.11. bis 10.12. für die Beseitigung der Gewalt an Frauen.

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Proteste allerorten … und nicht vergessen: die Solidarität!

ProtestHeutzutage vollziehen sich Proteste mehr denn je im digital überwachten Raum: Die Zeltstädte und Flashmobs von Occupy Hongkong konnten im Netz aus Vogelperspektive betrachtet werden, nahezu in Echtzeit. Blogeinträge berichten minutiös über jeden Schritt. Doch längst nicht alle Streiks und Proteste sind von derart digitaler Präsenz: Der Aufstand der Bergarbeiter vor zwei Jahren im südafrikanischen Marikana vollzog sich - von den Videoaufnahmen der Polizei abgesehen - im digitalen Loch. Wenige gut gefilterte Bewegtbilder gingen an die Sendeanstalten.

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Von Barrieren und GrenzgängerInnen - Behinderung und Dritte Welt

Behinderung in der 3.weltAuf der Welt leben rund eine Milliarde Menschen mit einer Behinderung, 80 Prozent von ihnen im Globalen Süden. Der südnordfunk Funk im Oktober widmet sich ihren Lebenswelten und wirft die Frage auf, welche Strukturen und Ideologien Menschen zu 'Behinderten' machen. Neben Beiträgen über die Disability Studies und der medialen Berichterstattung über Menschen mit Behinderung, werden wir auch von ihren vielfältigen Ermächtigungsstragien, Sozialen Bewegungen und Widerständen weltweit berichten.

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Uran - abgebaut, angereichert, endgelagert?

uranDie Atomenergie wird zunehmend mit dem Wörtchen Brückentechnologie klein geredet. Weltweit gewinnt sie an Bedeutung, auch und gerade im Globalen Süden. Und mit ihr der Handel mit Uran. Wie sieht die Politik des Uranbergbaus aus, wie der Alltag der MinenarbeiterInnen? Vor welchen Herausforderungen stehen die AtomgegnerInnen anbetracht der Globalisierung der Atomindustrie?

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Schluss mit der Angst – gegen Homophobie

lgbti Sexuelle Identitäten jenseits der heterosexuellen Norm sind weltweit mit gesellschaftlichem Ausschluss, rechtlicher Diskriminierung und der Gefahr gewalttätiger Übergriffe verbunden – mancherorts bis hin zur Todesstrafe. Dennoch wird die Verfolgung wegen Homosexualität in der EU nur zögerlich als Asylrechtsgrund anerkannt.

Der Süd-Nord-Funk fragt, welche Akteure, Diskurse und Ideologien hinter den homophoben Einstellungen stehen – und wie sich AktivistInnen gegen international solidarisieren. Mit Beiträgen aus dem Senegal und aus Südafrika.

Schlaglichter - aus aller Welt

SINGAPUR: Statt Blumen lassen sie Farben sprechen
NIGERIA: Same Sex Marriage Prohibition Act
UGANDA: Anstieg der Fälle von Gewalttaten an LGBTs
WELTWEIT: Petition gegen Sam Kutesa
DEUTSCHLAND: Urteile nach § 175
USA: Transsexuelle sind häufig Opfer von Gewalttaten

Haftstrafen im Senegal - Asyl in Europa? LGBTI-Aktivisten aus Dakar berichten

Der Senegal ist eines von 34 Ländern auf dem afrikanischen Kontinent, in dem Homosexualität unter Strafe steht. Bis Mitte der 2000er Jahre wurde das Strafrecht, das bis zu fünf Jahren Gefängnis und hohe Geldstrafen vorsieht, kaum angewandt. Inzwischen rufen Imame zu Demonstrationen gegen Homosexuelle auf, Übergriffe und willkürliche Verhaftungen nehmen zu. Als Ausweg bleibt vielen nur die Flucht.

Grundsätzlich hatte der Europäische Gerichtshof im November letzten Jahres die Verfolgung einer Person aufgrund von Homosexualität als Asylrechtsgrund anerkannt. Der Weg bis zur Anerkennung ist allerdings steinig. Es sprechen: Diadji Diouf, Djamil Bandura, Klaus Jetz und Sam, Asher und John (Namen geändert).

Unsichtbare Liebe zwischen Frauen? Lesbische Organisationen und Frauenrechte im Senegal

Wenn die Situation Homosexueller in Afrika ausnahmsweise in die deutschen Schlagzeilen gerät, zum Beispiel weil in Uganda die Todesstrafe eingeführt werden soll, hört man in der Regel von Männern. Liebesbeziehungen zwischen Frauen? Hat es immer gegeben, sagt Awa Fall-Diop, die Sex zwischen Frauen im Senegal historisch untersucht hat.

Über die Situation lesbischer Frauen im Senegal, früher und heute, sprechen Awa Fall-Diop, Ndeye Kebé, Anna und Valérie.

Das dritte Geschlecht - Hijras in Indien

Seit dem 1. November 2013 muss man in Deutschland in offiziellen Dokumenten nicht mehr 'männlich' oder 'weiblich' angeben. In vielen anderen Ländern ist dies ebenfalls Praxis. Zum Beispiel in Indien. Die so genannten Hijras sind als Gruppe gesellschaftlich toleriert. 1994 wurde ihnen der Status eines dritten Geschlechts und das Wahlrecht zugestanden. Ihr Alltag ist jedoch keineswegs einfach.

"Wir werden gezwungen, unsere eigenen queeren Kunsträume zu erschaffen"

Südafrikas gesetzliche Lage ist eine der fortschrittlichsten in Bezug auf die Rechte von LGBTI. Seine Geschlechtsidentität offen zu leben ist jedoch äußerst gefährlich. Sexuelle Gewalt und Morde an lesbische Frauen sind häufig. „Ich hatte ein Verlangen und war verzweifelt auf der Suche nach Bildern, die zu mir sprechen“ beschreibt die visuelle Aktivistin Zanele Muholi ihr Gefühl nach dem Coming-Out.

Geboren 1972 in Durban entwickelte sie in den Jahren danach selbst eine Leidenschaft dafür, das Leben der LGBTI Community in Südafrika sichtbar zu machen. Das Werk der Fotografin und Aktivistin hat zahlreiche Preise erhalten.

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Sendezeit

Donnerstags 18.00 – 19.00 Uhr 4wöchig, nächste Sendung am 10.12.2020

Sendet seit

29. Nov. 2014

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iz3w
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