Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Hölderlin

Im Regen trifft man tote Hunde

Das Gedicht, das die 122. Folge von "Klassisch modern" betitelt, stammt von Thomas Steiner, einem Autor aus Neu-Ulm, der 2013 einen sehr schönen Gedichtband beim Berliner Hochroth Verlag publiziert hat. Hölderlin dagegen war es nicht vergönnt, zu seinen Lebzeiten einen Band mit eigenen Gedichten herauszubringen - von ihm diesmal im Programm der "Brief an Niethammer" aus dem Jahr 1801. Und von Hofmannsthal, dessen "Rosenkavalier" derzeit am Theater Ulm gespielt wird, das Gedicht "Terzinen IV" , entstanden 1894.

Die Materie ins reine schreiben

So lautete das poetische Programm von Alberto Caeiro, einem Heteronym Fernando Pessoas - zwei Gedichte werden in der Sendung vorgestellt. Dazu Prosa von Rilke (aus "Malte Laurids Brigge") und James Joyce ("Dubliner"). Einsteigen ins neue Klassisch-modern-Jahr aber werden wir mit Hölderlins fragmentarischer Ode "Ihre Genesung". Musik von Led Zeppelin, Deep Purple, Genesis u.a.

Mir träumte diese Nacht nichts

Aus dem gleichnamigen Kurzprosatext von Robert Walser wird in dieser Sendung gelesen. Daneben gibt es u.a. je zwei Gedichte von John Burnside und von Hölderlin. Und Musik von Bob Dylan, Stu Hamm, Rory Gallagher...

Hyperions Schicksalslied

Diesmal steht Hölderlin im Mittelpunkt, seine im Alter von Mitte 20 enstandenen Oden sind mit das beste, was in deutscher Sprache je geschaffen wurde. Dazu gibt es einige Erläuterungen zu der Lebenssituation, in der diese Gedichte entstanden: Es war die Zeit der Liebesbeziehung zu Susette Gontard, der "Diotima" - einige davon schrieb Hölderlin noch danach. Neben drei Titeln vom neuen Black Sabbath-Album wird an Ray Manzarek erinnert, den kürzlich verstorbenen Keyboarder der "Doors", der auch nach dem Ende der "Doors" höchst Hörenswertes geschaffen hat.

Melancholia - Das fröhliche Leben

Viel Lyrik diesmal - von Manfred Peter Hein, Suleman Taufiq, Sylvia Plath, Federico Garcia Lorca, Markus Hallinger und - Hölderlin, mit dem spät, im Tübinger Turm, entstandenen "Fröhlichen Leben". Dazu von den Who der Titel "Melancholia", Van Morrison ist zu hören, Steppenwolf (aber nicht mit "Born to be - - -"), und, als einziger Prosatext, ein Auszug aus Kafkas "Prozess" - dabei geht es um die "scheinbare Freisprechung" und wie ein Künstler (hier der Maler Titorelli) diese erwirken kann.

Hölderlins Herbstfeier

Die 1800 entandene Elegie steht im Zentrum der Sendung, in der musikalisch das erste Album von Emerson, Lake and Palmer vorgestellt und fast zur Gänze auch gespielt wird. Hier hat Keith Emerson klassische Stücke , z.B. von Bartok ("The Barbarian"), Bach und Janacek neu interpretiert - wie später noch bei Mussorgskys "Pictures at an Exhibition". Aber auch Greg Lake-Titel wie "Take a Pebble" und "Lucky Man" sind stets hörenswert - erst recht im Zusammenhang des Albums. Darauf, wie diese Musik zu Hölderlins Versen paßt, bin ich selber gespannt.

The Lake Isle of Innisfree

Das gleichnamige Gedicht von William Buster Yeats eröffnet die 87.Ausgabe von "Klassisch modern" - mitsamt der Übersetzung von Johannes Beilharz. Aus Kafkas Roman "Das Schloss" ist der Anfang des 3.Kapitels zu hören, von Hölderlin mehrere Abschnitte seines späten Gedichtentwurfs "Die Nymphe" und von Rilke ein Vierzeiller in französischer Sprache, in der Übersetzung des kürzlich verstorbenen Rätus Luck. Weitere Autoren, deren Texte in der Sendung gelesen werden, sind Fernando Pessoa, Sylvia Plath und Edo Popovic. Die Musik kommt u.a. von Anthony Philipps, Pater Gabriel, Amy Winehouse und Yes.

Gesang aus einer Kneipe

Gedichte von Pablo Neruda und Dylan Thomas sind in der Sendung zu hören. Ein elegisches Fragment von Hölderlin und zwei Prosatexte: "Gesang aus einer Kneipe" von Franz Kafka und "Der große Kiffer-Schwindel" von Charles Bukowski. Peter Frampton ist mit zwei neueren Musiktiteln vertreten, Jeff Healey mit einer Jazznummer, Peter Gabriel u.v.m.

Der kleine Hammer

.... so heißt die kurze Erzählung aus Franz Kafkas "Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande". Mit einem Ausschnitt aus Hölderlins Roman "Hyperion" ist ein weiterer Prosatext in der Sendung zu hören. Daneben viel große Lyrik: Brechts "An die Nachgeborenen", Rilkes neunte Duineser Elegie und ein kurzes Gedicht von Paul Celan. Nicht zu vergessen John Cage, übersetzt von Ernst Jandl: "Vortrag über etwas". Die Musik kommt von Ronnie Wood, Kraan, J.J.Cale, Stuart Hamm u.a.

Wie wenn am Feiertage...

Hölderlins gleichnamiges Hymnenfragment wird erstmals in dieser Sendung gelesen, dazu weitere Lyrik von Rilke und Pablo Neruda. Von James Joyce stammt ein Ausschnitt aus seinem Roman "Ein Portrait des Künstlers als junger Mann". Zum Tode von Donna Summers und Robin Gibb erklingt Musik aus den 70er Jahren, aber auch Neueres u.a. von Van Morrison, Maceo Parker und Amy Winehouse.

Seiten

Hölderlin abonnieren