Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Rilke

Genius Loci

Der Geist des Ortes, darum geht es unter anderm in dieser Sendung, also darum, wie Orte eine bestimmte Aura haben können, ein Energiefeld, das sich auch in künstlerischen Formen manifestiert. Der Lake Tahoe beispielsweise oder auch Patmos, die "heilige Insel". In der Popmusik wäre der Laurel Canyon zu nennen. Neben Robert Hass und Hölderlin kommen Rilke und Kafka mit kurzen Texten zur Sprache. Und es gibt ein beeindruckendes Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff zu hören.

Sommerfrische

So heißt ein kleiner Prosatext von Robert Walser, mit dem die Sendung diesmal eröffnet wird. Denn eigentlich sollte er ja zur Jahreszeit passen, freilich ist es derzeit doch mehr frisch als Sommer. Auch gibt es einen kurzen Auszug aus dem aktuellen Roman "Stay away from Gretchen" zu hören, sowie Gedichte von Rilke, Philippe Jaccottet, Clemens J. Setz u.a. Wer klassisch moderne Musik mag, kann dazwischen Stephen Stills lauschen, Queensryche, Foreigner, BAP....

Der Regen in den Blättern

Mit diesem Gedicht von Hans Eichhorn startet die Sendung am 27. Juli - live aus dem Studio. Adam Zagajewski ("Das Tal der Rhone") und der junge Rilke (aus dem "Stunden-Buch") steuern weitere Verse bei. Prosa gibt es von Hans Fallada und von Jytte Dünser. Und dazwischen wie immer Musik - mit Ray Davies, den Kinks, David Bowie u.a.

Frankenstein und Die kahle Sängerin

Ein seltsames Paar - und doch beide hier in dieser Sendung! Mit Mary Shelley, Eugene Ionesco, Kafkas Onkel, der Jungfrau Maria u.a.m. Dazwischen Musik von Tool, Mark Knopfler, Serge Gainsbourg und anderen.

Wer war nochmal Ionesco?

In den 60er und 70er Jahren ein weltbekannter Dramatiker, ist Eugene Ioneso heute fast in Vergessenheit geraten, dabei wäre sein berühmtestes Theaterstück "Die Nashörner" gerade derzeit sehr aktuell. Aber auch andere Texte von ihm sind wieder neu lesenwert, so zum Beispiel "Jacob oder Der Gehorsam". Mit einer Sprache, die allen verbissenen "Korrektheiten" spottet, die heute so sehr um sich greifen, beinahe wie früher die Pest. Zwischendurch gibt's Gedichte aus dem gerade erschienenen Jahrbuch der Lyrik 2021 und viel Musik, u.a. von Jeff Lynne, Yasi Hofer, Gordon Lightfoot und (natürlich) Pink Floyd.

Götter wandelten einst.....

So beginnt ein Gedicht von Hölderlin, das in dieser Sendung gelesen wird. Daneben Texte von Dylan Thomas, Rilke, Murakami u.a. Musikalisch geben die Allman Brothers den Ton an mit "In Memory of Elizabeth Reed".

Ist der Rabe ein Aufziehvogel?

Viel Tierisches diesmal: Zunächst suchen wir einen Feuersalamander, dann schaut Edgar Allen Poe mit seinem Raben bei uns rein, und der sagt.....: Erraten - "Nevermore". Schließlich geht es noch um einen Aufziehvogel, der vorzugsweise in Japan lebt. Einzig Rilke will von Tieren nichts wissen, doch der hat ja genug damit zu tun, alle über 50 Sonette an Orpheus niederzuschreiben, die ihm pausenlos irgendwer in seinem Turm diktiert. 

Fräulein Immas Algebra

In Thomas Manns zweitem Roman "Königliche Hoheit" geht es um eine schwerreiche Millionenerbin und einen wahrhaftigen Prinzen. Was wie ein Kitschroman klingt, ist indes hohe Sprachkunst, wie nicht zuletzt Thomas Manns Beschreibung der "Algebra" zeigt. Von Rilke gibt es ein bisher kaum beachtetes frühes Gedicht, das es aber in sich hat. Höchste Zeit, es - nach 120 Jahren - endlich zu Gehör zu bringen! Ebenso wie Gerhard Rühms geistvolle Schilderung der damals, Anfang der 50er Jahre,  jungen Wiener Kunst- und Künstlerszene. Musikalisch stehen diesmal Titel von Wishbone Ash im Mittelpunkt und es gibt einen ersten Titel aus dem großartigen neuen Album von Bob Dylan zu hören: "Mother of Muses".

Was tut ein Komma?

Eine Frage, die uns schon lange auf den Nägeln brennt. Gertrude Stein, die geniale Sprachkünstlerin, hat sich bereits 1934 eingehend mit diesem Problem beschäftigt, und die Antwort soll endlich auch den Hörern von "Klassisch modern" zugänglich gemacht werden. Außerdem: Rilke als Zechpreller beim Friseur, und wie er aus dieser Klemme wieder rauskam. Und Musik u.a. von Wishbone Ash, Whitesnake und N. Birkenstock.

Rilkes Reißnagel

So der Titel eines Gedichts von F.W. Bernstein aus dem Band "Das Beste aus 20 Jahren" (der Jahresschrift "Das Gedicht"), zugleich die Parodie des berühmten Panther-Gedichts von Rilke. Neben weiterer Lyrik, u.a. von Jean Krier, Gerhard Rühm und Werner Dürrson steht ein Prosatext von Jean-Jacques Rousseau im Mittelpunkt der Sendung: "Träumereien eines einsamen Spaziergängers". Dazwischen Musik von Jethro Tull, Kraftwerk u.a.

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