
Reunion
Jetzt ist es offiziell: Alex Barck ist wieder zurück in seiner Heimatstadt Berlin. Ein ganzes Jahr lebte der Musikbesessene mitsamt Familie auf der kleinen, abgelegenen Insel La Reunion im Indischen Ozean. Um sich von seinem turbulenten Leben als DJ, Jazzanova-Mitglied, Sonar Kollektiv-A&R-Manager, eine Hälfte von Prommer & Barck und umtriebiger Plattendigger zu erholen? Weit gefehlt! Jetzt kehrt der Frühvierziger mit seinem ersten Soloalbum im Gepäck zurück in die Partyhauptstadt der Welt. Die Insel, das Meer, die afrikanischen Einflüsse, die Distanz zum hektischen Clubleben haben Barck wohl besonders gut getan. „Reunion“ ist ein erwachsenes Clubalbum mit Popappeal, jeder Menge Soul, Deepness und einer ganz eigenen, charakteristischen Handschrift.
Für neun der insgesamt zwölf Tracks des Albums hat Barck Gäste übers Meer geladen. Gleich drei Songs featuren die schwedische Ausnahmestimme von Jonatan „Ernesto“ Bäckelie. „We Get High“ und „Don’t Hold Back“ sind bereits auf zwei der drei Pre-Release-12inches erschienen. Mit „Doubter“ hat die LP einen würdevollen Opener, der schon mal perfekt darauf einstimmt, was Barck für uns an großartigen Songs, Clubhymnen und grenzenlos optimistischem Pop, bereit hält. Pete Josef aus Bristol (eine Hälfte von The White Lamp) ist eine der weiteren Stimmen, die wie gemacht sind für Barcks Produktionen. So ist es fast schon etwas schade, daß mit dem Clubhit „Re-set“ und dem boogie-esquen „Spinning Around“ nur zwei Kollaborationen zu hören sind. Indessen ist die Freude um so größer, daß wir mit „Oh Africa“ in den Genuß der auf La Reunion geborenen Christine Salem kommen und der alte Weggefährte Stee Downes der basslastigen Hymne „Like A Drug“ seine Seele einhaucht. Ein weiterer Sonar Kollektiv-Künstler zeigt sich auf „Why & How“ von einer ganz neuen Seite. FETSUM schraubt den eh schon super-euphorischen Song in schwindelerregende Höhen. Man fühlt sich direkt an eine ausgelassene Beachparty zur Peaktime versetzt. Ohne den anderen Titeln ihren Glanz zu nehmen, muss man fast schon sagen, daß „Atmosphere“ der wohl beste Track ist, den Barck je produziert hat. Ein Geniestreich der Clubmusik mit einer Bassline, die man nicht so schnell wieder aus der Magengrube kriegt.
Mit „Move Slowly“ drosselt Barck (zusammen mit der Sängerin Bea Anubis) kurz etwas das Tempo und erinnert stellenweise an seine Zusammenarbeit mit Christian Prommer auf „Alex And The Grizzly“.
Tracklisting:
01. Doubter feat. Jonatan Bäckelie
02. Re-set feat. Pete Josef
03. Oh Africa feat. Christine Salem (Album Version)
04. Atmosphere
05. Don’t Hold Back feat. Jonatan Bäckelie
06. Automatic Systematique
07. Spinning Around feat. Pete Josef
08. Like A Drug feat. Stee Downes
09. We Get High feat. Jonatan Bäckelie
10. Why & How feat. FETSUM
11. Move Slowly feat. Bea Anubis
12. Reunion





























